Parasiten beim Hund

Hunde sind häufig draußen, treiben sich im Unterholz herum oder erledigen ihr Geschäft in Büschen. Doch gerade hier lauern gefährliche Parasiten.


Ihr Hund ist lebhaft und temperamentvoll wie gewöhnlich, tollt herum und frisst wie ein Scheunendrescher aber verliert dennoch immer weiter an Gewicht? Dann könnte Ihr Liebling von einem Parasiten befallen sein.

Typologie
Beim Hund unterscheidet man verschiedene Parasiten. Da sind zunächst die inneren Parasiten, die
das Tier erheblich schädigen können. Dazu zählen die Spulwürmer, Hakenwürmer, Peitschenwürmer, Herzwürmer, Bandwürmer und Kokzidien (Darmparasiten).
Zu den äußeren Parasiten gehören Flöhe, Zecken, Milben und sogenannte Haarlinge (kleine Insekten). All diese Schädlinge verursachen starken Juckreiz beim Hund, sodass er sich öfter kratzt.

Wurmbefall auch fürs Herrchen gefährlich
Während Zecke, Milbe und Co. vergleichsweise harmlos sind, können Parasiten, die sich im Inneren des Hundeorganismus einnisten, große Schäden anrichten und sogar tödlich enden. Besonders für Welpen, deren Immunsystem noch nicht vollständig entwickelt ist, können Würmer richtig gefährlich werden. Neben einer verzögerten Entwicklung kann es zu Blutarmut, Darmverschluss und Lungenschäden kommen. Da ein Wurmbefall meist unbemerkt bleibt, bis sich erste Symptome zeigen, sind Parasiten auch für den Menschen gefährlich. Die Würmer selbst sind im Kot des befallenen Tieres nicht sichtbar, nur die Eier werden ausgeschieden. Kinder, die im Sandkasten spielen, sind besonders betroffen.
Am bedrohlichsten ist der Fuchsbandwurm, der bei einer Übertragung auf den Menschen für die schleichende Zerstörung der Leber verantwortlich ist. Tragisch ist, dass eine Infektion erst bis zu zehn Jahre nach der Übertragung bemerkt werden kann und so möglicherweise bereits unwiderrufliche Schäden verursacht hat. Nur Operationen und Anti-Wurm-Medikamente, die lebenslang eingenommen werden müssen, verhindern Leberversagen, das zum Tod führt.

Nachkontrolle auf Zecken
Hochsaison für Zecken ist zwischen Mai und Oktober. Da sich Hunde gern in der freien Natur aufhalten, sind sie besonders gefährdet, sich Zecken einzufangen. Die kleinen Spinnentiere bergen die Gefahr, viele Krankheiten zu übertragen, die Borreliose ist die gefährlichste von ihnen. Damit es erst gar nicht zu einer Ansteckung kommt, sollten Sie Ihren Hund nach jedem Spaziergang sorgfältig untersuchen, denn umso länger das Tier saugt, desto höher ist das Risiko einer Infektion. Entfernen Sie die Zecke mit einer Tierzange unter langsamen drehenden Bewegungen.
Vorbeugend wirken sogenannte Spot-ons, spezielle Öle, die auf das Fell aufgetragen werden und so die Zecken fernhalten sollen. Auch Impfungen gegen Borreliose sind mittlerweile möglich.

Vorbeugung: Pflege und Wurmkuren
Natürlich können Sie Ihren Hund nicht davon abhalten, draußen zu spielen und herumzutollen. Aber halten Sie Ausschau nach ungepflegten Hunden mit struppigem Fell. Diese könnten Parasiten aufweisen und sollten daher gemieden werden. Eine weitere Möglichkeit, Ihren felligen Liebling zu schützen, sind Wurmkuren. Abhängig vom Charakter des Hundes sollte eine solche im Abstand von drei Monaten bis zu einem Jahr durchgeführt werden. Hunde, die alles fressen, was ihnen beim Gassigehen begegnet, sollten alle 3 Monate eine Wurmkur bekommen. Auch Hunde, die mit Senioren oder kleinen Kindern in Kontakt kommen, müssen alle paar Monate entwurmt werden. Für alle anderen genügt ein Abstand von einem Jahr.