Parkinson: Mögliche Ursachen und Vererbung

Im Grunde wird Parkinson in zwei Varianten eingeteilt. Das familiären und dem idiopathischen Parkinson. Ursachen für diese Krankheit können unter anderem der Einfluss von Pestiziden, oder bestimmten Schwermetalle sein


Grundsätzlich kann zwischen zwei Parkinsonvarianten unterschieden werden: dem familiären und dem idiopathischen Parkinson. Dem familiären Parkinsonsyndrom liegt eine genetische Veränderung zugrunde. Hier ist eine Vererbung der Krankheit relativ häufig. Die Vererbung wird in der Forschung seit Jahren sehr genau untersucht. Dabei konnte bei Erkrankten in den meisten Fällen eine genetische Veränderung bestimmter Gene nachgewiesen werden.

 

Bei dieser Variante besteht die große Hoffnung, dass mithilfe der Genforschung mittelfristig die defekten Gene repariert werden können.

Idiopathisches Parkinsonsyndrom - Ursachen nicht geklärt
Die weitaus häufigere Variante ist das idiopathische Parkinsonsyndrom. Bei dieser Variante konnte die Ursache bisher nicht zweifelsfrei geklärt werden. Bei beiden Ausprägungen der Parkinson Krankheit wird jedoch die Dopamin-Ausschüttung im Gehirn stark verringert. Dadurch können andere Gehirnzellen nicht mehr ordnungsgemäß arbeiten. Verschiedene Botenstoffe, die beispielsweise für Bewegungen zuständig sind, werden nicht mehr ausgeschüttet. Untersuchungen auf zellulärer Ebene zeigten, dass die Dopamin-erzeugenden Zellen durch eine Überproduktion eines bestimmten Proteins absterben. Auch verschiedene Umweltfaktoren scheinen Auswirkungen auf das Auftreten der Parkinsonkrankheit zu haben.

Umwelteinflüsse auf die Krankheit
Vor allem Pestizide, aber auch Insektizide und bestimmte Schwermetalle haben Einfluss auf das Ausbrechen der Parkinsonkrankheit. Eine längere Einnahme von bestimmten Medikamenten kann ebenfalls Parkinson verursachen. Vor allem Medikamente, die Einfluss auf den Dopamin-Haushalt haben, sind mit Vorsicht zu genießen. Besonders Medikamente gegen Bluthochdruck oder gegen Erbrechen und auch Lithium stehen hier im Verdacht. Jedoch ist bei einer Parkinsonkrankheit, die von Medikamenten ausgelöst wurde, die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sich die Krankheit nach Absetzen des Medikaments wieder zurückbildet. Dies gilt jedoch nur, solange keine Zellen geschädigt wurden. Ein sehr ungewöhnlicher Aspekt in der Parkinson Forschung steht in Verbindung zu L-Dopa. Obwohl es als Parkinson Medikament eingesetzt wird, führt es nach längerer Anwendung zu einer Verschlechterung, vor allem der psychischen Symptome.