Die Parkinsonkrankheit äußert sich sowohl in körperlichen als auch in psychischen Symptomen. Eine Parkinson Therapie kann sowohl medikamentös oder begleitend sein.
Vier Hauptsymptome
In der Regel werden vier körperliche Hauptsymptome der Krankheit genannt: Der Erkrankte leidet unter Bewegungsarmut, das heißt Muskelbewegungen finden nur noch stark vermindert statt. Ein Beispiel hierfür ist der typische leere Gesichtsausdruck oder auch undeutliches Sprechen. Rigidität ist das zweite Symptom. Rigidität bezeichnet eine unwillkürliche Anspannung der Muskulatur, die auch häufig zu Muskelschmerzen führt. Sichtbar wird dieses Symptom durch eine gebeugte Haltung, wobei hauptsächlich beide Ellbogen, der Nacken und der Rumpf betroffen sind. Das dritte und auffälligste Symptom ist ein Ruhetremor, das „Parkinsonzittern“, ein relativ langsames Zittern vor allem der Hände und Arme. Als viertes Kernsymptom weist der Erkrankte eine Haltungsinstabilität auf. Durch die zu langsamen Übertragungen der Nerven werden kleine Balancekorrekturen beispielsweise beim Stehen zu spät vorgenommen und es kommt zu Unsicherheiten beim Stehen und Gehen. Zu weiteren Symptomen zählen psychische Veränderungen, wie beispielsweise eine leichte Depression. Im weiteren Verlauf können zusätzlich Halluzinationen, Psychosen und Demenz auftreten.
Behandlung der Krankheit - Allheilmittel L-Dopa?
Ein Hauptaugenmerk wird bei der Behandlung auf den Ausgleich des Dopaminmangels gelegt. Dies wird nicht mit Dopamin selbst vorgenommen, sondern hauptsächlich mit dem sogenannten Levodopa, kurz L-Dopa. L-Dopa ist eine Vorstufe von Dopamin und hat im Gegensatz zu diesem die Fähigkeit, vom Blut ins Gehirn zu gelangen. Dort wird L-Dopa zu Dopamin verarbeitet. L-Dopa wird in der Regel mit einem Enzymhemmer verabreicht, um zu verhindern, dass L-Dopa bereits außerhalb des Gehirns, also an unwirksamer Stelle, zu Dopamin verarbeitet wird. L-Dopa hat jedoch die Nebenwirkung, dass es nach mehrjähriger Einnahme zu unwillkürlichen Bewegungen der Beine und Arme führen kann. Auch nimmt die Wirkung mit der Zeit ab, wodurch mehr L-Dopa gegeben werden muss. Damit beginnt ein Teufelskreis, der darin endet, dass der Körper nach einer gewissen Zeit auf L-Dopa nicht mehr reagiert. Aus diesem Grund werden bei vielen Patienten, vor allem jüngeren, Dopaminersatzstoffe verwendet, die länger wirken.
Parkinson Therapie: Verschiedene Formen
Neben der medikamentösen Behandlung werden zusätzlich weitere Maßnahmen durchgeführt. Diese Maßnahmen sollen zum einen darauf zielen, das Leben der Patienten angenehmer zu gestalten, zum anderen soll das Fortschreiten der Krankheit verlangsamt werden. Eine ausreichende Bewegung ist nötig, um das Fortschreiten der Krankheit zu verlangsamen. Mittels Physiotherapie werden die Bewegungen unterstützt. Für Parkinsonerkrankte ist es jedoch wichtig, dass der Patient alle Bewegungen selbst vornimmt, da nur so die Nerven- und Gehirnzellen ausreichend trainiert werden können. In einem Stadium, in dem das Sprechen schwieriger wird, wird oft ein Logopäde hinzugezogen, der verschiedene Sprachübungen entwickelt. Auch Ergotherapie, mit der Bewegungen im Haushalt geübt werden, ist häufig sinnvoll, damit der Betroffene seinen Haushalt möglichst lange selbst führen kann. Eine Psychotherapie ist oft nötig, damit der Betroffene lernen kann, mit der Krankheit, die nicht zu Heilen ist, umzugehen. Mit der Psychotherapie werden auch die Halluzinationen, die sich zu Wahnvorstellungen steigern können, behandelt.