Parkour lernen - Tipps und Informationen zu dem französischen Trendsport

Parkour ist eine urbane Trendsportart aus Frankreich, bei der die Grenzen des Körpers erkundet werden. Durch verschiedene Tricks werden Hindernisse in der Stadt kunstvoll überwunden. Parkour lernen kann jeder, der seine körperlichen Kräfte realistisch einzuschätzen weiß.


Ursprünglich aus Frankreich stammend, hat die Trendsportart Parkour in den letzten Jahren auf der ganzen Welt eine Fangemeinde gefunden. Es ist kein Wettbewerbssport, sondern ein Mittel, die Grenzen des eigenen Körpers kennenzulernen und zu erweitern. Ziel ist es, Hindernisse möglichst kunstvoll, innovativ und effizient zu überwinden: Eine Mauer wird etwa elegant übersprungen, statt drumherum zu laufen. Parkour lernen kann man durch viel Übung, Selbstdisziplin und Motivation auf eigene Faust.

Ein Sport für Athleten

  • Wer gern an der frischen Luft ist, Freude an der Leistungsfähigkeit und den Möglichkeiten des eigenen Körpers hat und seine Fitness verbessern möchte, bringt gute Voraussetzungen mit, um ein echter "Traceur" - also ein Parkour-Sportler - zu werden.
  • Eine gewisse Grundathletik sollte jedoch vorhanden sein, wenn man beginnt, Parkour zu trainieren. Vollkommen Untrainierte gehen ein hohes Verletzungsrisiko ein: Bänderrisse und gebrochene Knochen kommen häufig vor, wenn der Körper nicht gewohnt ist, schnell zu reagieren und sich richtig abzufangen.
  • Sicherheitsmaßnahmen wie das Auslegen von Matten werden meist nicht vorgenommen, da in der Stadt trainiert wird. Aufgrund der hohen körperlichen Anforderungen, wird der Sport hauptsächlich von jüngeren Menschen trainiert.
  • Parkour lernen ist wegen der unterschiedlichen körperlichen und motorischen Anforderungen und der vielfältigen Bewegungen als ganzheitliche Trainingsmethode nutzbar. Kraft, Ausdauer und Beweglichkeit werden dabei trainiert. Viele Tricks erfordern einen hohen Trainingsaufwand, bis sie gelingen.

Wichtige Moves und Tricks

  • Die 'Roulade' ist eine Rolle und wird bei tiefem Fall angewendet, um Verletzungen vorzubeugen. Der "Katzensprung" - 'Saut de chat' - ähnelt dem Hocksprung aus dem Turnen und ist für weite Sprünge über Mauern oder Lücken geeignet.
  • 'Passement rapide', also die "rasche Überwindung", wird bei nicht zu hohen Hindernissen angewendet, um nicht an Geschwindigkeit zu verlieren und im Bewegungsfluss zu bleiben. Mit einem Weitsprung mit Anlauf ('Saut de détente') werden Lücken und Hindernisse überwunden.
  • 'Passe muraille' ist eine Mauerüberwindung, bei der eine (hohe) Mauer mit einem Fuß angesprungen wird. So wird der Traceur nach oben katapultiert.

Ein urbanes Lebensgefühl

  • Parkour lernen kann man am besten in der Stadt, wo viele Hindernisse vorhanden sind, an denen man üben kann. Typische Hindernisse für Traceure sind Mauern, Zäune, Treppen, Geländer, Dächer, Gebäude oder Balkone.
  • Da der Sport aus einer Subkultur hervorgegangen ist und kein Wettbewerbssport ist, sind die Traceure bisher nicht in Vereinen oder Ähnlichem organisiert. Sie trainieren "frei" und selbstständig.
  • Eine der wichtigsten deutschsprachigen Internetseiten zum Thema Parkour ist www.parkour-germany.net. Hier finden Interessierte tiefergehende Informationen zur Geschichte des Sports, zu Tricks, Trainingsmöglichkeiten und zum Thema Sicherheit.