Passivhaus - Förderung

Die Passivhaus Förderung vom Staat schafft Anreize für zukünftige Bauherren.


Das Passivhaus ist eine Weiterentwicklung des Niedrigenergiehauses. In Deutschland stehen bereits 6.000 solcher Häuser. Neben privaten Wohnhäusern wurden auch Kindergärten oder Schulen in der Passivhausbauweise errichtet.
Ein Passivhaus ist eine gute Investition in die eigene Zukunft aber auch in die Umwelt. Aber es gibt noch andere überzeugende Gründe, ein Passivhaus zu bauen. Eines davon ist die staatliche Passivhaus Förderung.

 

Rundum ein gutes Gefühl

Das Hauptargument für eine solche Wohnform sind die geringen Energie- und Heizkosten. Das Leben in einem Passivhaus ist mit Bequemlichkeit und Komfort verbunden. Das Wohngefühl ist sehr positiv, da die Luftqualität nicht durch Umwelteinflüsse wie beispielsweise Abgase, Pollen oder Staub verringert wird. Die Kosten für ein Passivhaus sind nicht viel höher als die für eine gewöhnliche Bauform, zudem wird der Hausbau finanziell unterstützt.

Funktionsweise
Das Passivhaus ist eine aufwendig konstruierte Wärmekammer, die keine unnötige Energie verliert. Dies wird ermöglicht durch eine gezielte Dämmung von Fenstern, Wänden oder dem Fundament. Die Fenster sind mehrfach isoliert und in mehreren Schichten verglast. Das Haus selbst ist sehr kompakt gebaut. Die andere notwendige Komponente ist ein kontrolliertes Lüftungssystem. Die verbrauchte Luft im Haus wird kontinuierlich abgeleitet, aufbereitet, gekühlt oder gewärmt und wieder zurück geleitet. Die Lüftungsanlage sorgt für eine gleich bleibend gute Luftqualität. Das Passivhaus benötigt kein aktives Heiz- oder Klimatisiersystem. Sowohl die Heizung als auch die Kühlung funktioniert passiv. Zusätzliche Leistungen werden durch erneuerbare Energien zur Verfügung gestellt.

Energie sparen
Jegliche abgegebene Energie wird gespeichert und in Wärme umgesetzt. Ein Beispiel: Morgens, beim Föhnen der Haare werden 1600 Watt an die Umgebung in Form von Energie abgegeben. Diese wird gespeichert und kommt den Bewohnern im Bedarfsfall als Heizenergie zugute. Auch die von den Bewohnern abgegebene Wärme wird gesammelt. Diese Abwärme ist, kombiniert mit dem komplexen System aus Zu- und Abluft, die Grundlage der Heizung. Diese passive Heizung wird ergänzt durch die Nutzung regenerativer Energien. Die Passivhaustechnologie setzt beispielsweise Solarkollektoren oder Wärmepumpen ein, um die Wohnräume immer behaglich warm zu halten. Im Sommer verhindern nach Süden ausgerichtetes Fenster und Jalousien, dass sich die Räume überhitzen. Die Energieeinsparung beläuft sich auf 80 Prozent gegenüber einem herkömmlichen Wohnhaus. Auch die Energie sparenden Haushaltsgeräte, sollen dazu beitragen, dass der Jahresverbrauch für Heizung, Warmwasser und jegliche Geräte 42 Kilowattstunden nicht überschreitet.

Passivhaus Förderung
Personen, die über den Bau eines Passivhauses nachdenken, sollten sich im Vorfeld über Förderprogramme informieren. Denn ökologisch sinnvolles Bauen wird durch viele Initiativen und staatliche Zuschüsse gefördert. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) unterstützt Hausbauer mit einer Fördersumme von 50.000 Euro pro Wohneinheit. Zusätzlich bietet das Programm „Ökologisch Bauen“ einen vergünstigten Zinssatz. Dieser liegt ein Prozent unter dem anderer Banken. In Kombination mit einem solchen Kredit der KfW Bank unterstützen auch einzelne Bundesländer den Bau eines Passivhauses. Schleswig Holstein ist ein Beispiel. Neben der KfW Bank haben sich auch andere Finanzinstitute der Förderung umweltgerechter Projekte verschrieben. Die „Umweltbank“ ist nur ein Beispiel. Auch sie bietet günstige Kreditoptionen. Zusätzlich zu dem Gesamtprojekt „Passivhaus“ fördern Banken und Bundesländer ebenfalls einzelne Bauteile beispielsweise Solaranlagen.