Patientenverfügung - Inhalt

Angaben über die Einleitung, den Umfang oder die Beendigung bestimmter medizinischer Maßnahmen werden im Inhalt der Patientenverfügung festgehalten.


Die Patientenverfügung tritt in medizinischen Entscheid- ungssituationen in Kraft, wenn der Patient selbst seinen Willen nicht mehr äußern kann. In der Verfügung wird der Wille des Patienten festgehalten. Es wird aufgeführt, ob (und in welchem Umfang) der Betroffene lebenserhaltende Maßnahmen – wie beispielsweise künstliche Beatmung, künstliche Ernährung oder Flüssigkeitszufuhr – wünscht. Der Patient kann angeben ob er intensivmedizinisch behandelt werden will und ob Mittel zur Lebensverlängerung eingesetzt werden sollen. Neben den Angaben zur Verbindlichkeit – und zur Durchsetzung – der Patientenverfügung, kann die Erlaubnis zur Organentnahme (zum Zweck der Transplantation) erteilt werden. Der Betroffene kann weiterhin bestimmen, wo er sich am Ende seines Lebens aufhalten möchte – das kann zum Beispiel in einem Hospiz oder in der gewohnten häuslichen Umgebung sein. Ärzte sind an den Inhalt der Verfügung gebunden, ebenfalls ist die Patientenverfügung maßgeblich für die von einem Betreuer zu treffenden Entscheidungen.

Vorsorgevollmacht und Betreuungsverfügung
Die Verfügung regelt nicht, wer letztendlich dafür sorgen soll, dass der Wille des Patienten auch in die Tat umgesetzt wird. Es ist daher sinnvoll seine Unterlagen durch eine Vorsorgevollmacht zu ergänzen. In dieser Vollmacht kann dann festgelegt werden, wer sich im Notfall um die Belange des Patienten kümmern soll. Das können unter anderem Gesundheitssorge, Pflege, Vermögenssorge oder auch Behördenangelegenheiten sein. Die durch die Vorsorgevollmacht bestimmte Person ersetzt jedoch keinen gesetzlichen Betreuer. Wer es also richtig machen will, der sollte zusätzlich noch eine Betreuungsverfügung abfassen und hinterlegen. In der Betreuungsverfügung kann dann eine Person vorgeschlagen werden, die zum Betreuer bestellt werden soll.

Wo aufbewahren?
Die Verfügung kann zu Hause, bei der bevollmächtigten Person oder bei der Bundeszentralstelle für Patientenverfügung in Berlin hinterlegt werden. Wer seine Verfügung in Berlin hinterlegt hat, der erhält alle zwei Jahre eine Erinnerung bezüglich der Aktualisierung des Inhaltes seiner Verfügung. Die Verfügung muss nicht notariell beglaubigt werden. Eine Bezeugung der Verfügung ist nicht gesetzlich vorgeschrieben. Wer will, der kann aber einen Arzt darum bitten zu bezeugen, dass der Inhalt der Patientenverfügung ohne Druck und im Vollbesitz aller geistigen Kräfte abgefasst wurde.