Patti Boyd: Die Muse mit den Hasenzähnen

Weniger durch die Modelkarriere als ihre berühmten Ehemänner ist Patti Boyd auch heute noch bekannt. Sie war mit George Harrison und Eric Clapton verheiratet. Doch auch ihre markanten Zähne verhalfen ihr zur Popularität.


Aufgrund ihrer großen Hasenzähne wurde sie zunächst oft abgelehnt. Doch ihrer Modelkarriere tat das keinen Abbruch. Die 1944 geborene Patti Boyd, die sich ab 1942 im Modelbusiness versuchte, war schließlich das anfängliche Stilvorbild von Twiggy, als diese mit dem Modeln begann. Sie hat in New York, Paris und London gemodelt, unter anderem für Mary Quant, und wurde von David Bailey und Terence Donovan fotografiert. Doch wirklichen Ruhm erlangte sie erst als Freundin von George Harrison.

Patti Boyd und der Beatle

  • Bei den Dreharbeiten zu „A Hard Days Night“ hatten Boyd und George Harrison sich kennengelernt. Das Vorsprechen für den Film bekam sie durch den Auftritt in einem Werbespot für Kartoffelchips.
  • Selbst in ihrer kleinen Statistenrolle als Schulmädchen fiel sie dem Beatle auf. Einer der ersten Sätze, den er zu ihr sagte, war: „Willst du mich heiraten? Und wenn nicht, willst du heute Abend mit mir essen gehen?“

Privatleben

  • 1966 heirateten die beiden schließlich. Der Song „Something“, den Frank Sinatra einmal das schönste Liebeslied der letzten 50 Jahre nannte, hat Harrison laut Patti Boyd für sie geschrieben. 
  • Sie war es auch, die die Beatles mit der Transzendentalen Meditation des Mahaishi Mahesh Yogi in Kontakt brachte. Daraufhin haben sich alle Beatles plus deren Frauen und Freundinnen, die „Fab Eight“, wie sie in Anspielung auf die „Fab Four“ genannt wurden, vom Yogi unterweisen lassen.

Die Liebe zu Eric Clapton

  • 1977 folgt dann die Scheidung – wegen des Sängers Eric Clapton, dem engen Freund Harrisons. In ihrer 2007 erschienenen Autobiografie schreibt Boyd, dass Harrison immer heftiger trank und unter anderem eine Affäre mit Ringo Starrs Frau hatte. 
  • Clapton dagegen umwarb sie heftig und drohte, zumindest laut Boyd, damit, dass er anfangen würde, sich Heroin zu spritzen, wenn sie Harrison nicht verlassen würde. Die beiden heirateten 1979 und waren bis 1985 zusammen, woraufhin 1989 schließlich die Scheidung folgte.

Die Frau hinter Claptons „Layla“

  • Von einer unehelichen Tochter erfuhr Patti Boyd erst am Ende der Ehe. Boyd betrachtete sich selbst als Muse und ganz unrecht hat sie damit wohl nicht: Eric Clapton schrieb für sie „Layla“ und „Wonderful Tonight“. 
  • Die berühmtesten Männer der Welt waren verliebt in sie. Neben ihren berühmten Ehemännern sollen in den sechziger Jahren auch John Lennon und Mick Jagger hingerissen von ihr gewesen sein.