Pelerine selber machen – eine Strickanleitung

Pelerine selber stricken: so leicht machen Sie sich einen modischen Schulterwärmer für die kalten Tage.


Die Pelerine ist ein wärmender, kurzer Schulterumhang, der nur die Schultern und die Oberarme bedeckt, also ideal ist, um sich abends entspannt zu wärmen. In früheren Jahren wurde die Pelerine auch – mehr als Schmuck – über einem Mantel getragen. Es gibt verschiedene Stile in denen man eine Pelerine stricken kann, angefangen vom einfach Loden, über zu einer Hommage an die 50er Jahre im Tweed Look, bis hin zum modernen Bolero Cape.

Was man benötigt
Damit die Pelerine auch wärmt, kauft man am besten kuschelige Wolle, Baumwollgarn oder Mikrofaser mit einer Lauflänge von etwa 150 m/50 g. Ein elegantes Teil entsteht, wenn man Effektgarn mit Gold- oder Silberfaden wählt. Die Farbe liegt im eigenen Ermessen, ob bunt oder eher dezent, ob einfarbig oder mehrfarbig, der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt. Dann benötigt man noch eine dazu passende Rundstricknadel, mit einer Länge von 80 Zentimetern, sowie ein Nadelspiel für den Anfang. Die Größe der Nadeln sollte man gemäß der Angabe auf der Wolle wählen.

Maschenprobe
Eine Maschenprobe zu machen ist empfehlenswert. Dafür schlägt man etwa 20 Maschen an und strickt dann dazu passend 20 Reihen. Anhand dieser Probe kann man berechnen, wie viele Maschen und wie viele Reihen man pro Zentimeter mit dieser Wolle braucht.

Wie wird eine Pelerine gearbeitet?
Grundsätzlich kann man sagen, dass die Pelerine am unteren Rand angefangen und in Runden gestrickt wird. Bis zur Schulter werden stetig Maschen abgenommen. Die Arbeit endet am Hals, auch ein kleiner Rollkragen kann gearbeitet werden. Natürlich gibt es die verschiedensten Schwierigkeitsstufen eine Pelerine zu arbeiten, am einfachsten ist jedoch wahrscheinlich der Poncho. Bevor man beginnt, sollte man sich entscheiden, ob man das Mäntelchen offen oder geschlossen haben möchte. Bei der einfachsten Variante, dem geschlossenen Poncho, beginnt man somit nicht von unten, sondern von oben zu arbeiten. Zuerst sollte man seinen Halsumfang ausmessen, wie weit der obere Halsausschnitt sein soll und dementsprechend Maschen anschlagen. Nun verteilt man die Maschen gleichmäßig auf dem Nadelspiel. Den Kragen sollte man in Bündchen-Form stricken, das heißt entweder 1 links, 1 rechts oder 2 links, 2 rechts, ganz wie es gefällt (kleiner Tipp: dies kann man bereits bei der Maschenprobe ausprobieren, um zu sehen, was einem mit dieser Wolle am besten gefällt). Den Kragen sollte man zwischen 2 und 5 Zentimeter breit stricken, ganz nachdem ob man gerne einen kleinen Stehkragen hätte oder lieber nur einen normalen Kragen. Um vom Halsumfang auf den Schulterumfang zu kommen muss man gleichmäßig Maschen nehmen. Die Maschen, die man zunimmt kann man entweder rund herum gleichmäßig verteilen oder nur im seitlich Bereich, um vorne ein glattes Strickbild zu bekommen. Ab 150 Maschen empfiehlt es sich, das Strickstück auf die Rundstricknadel zu fädeln. Ab den Schultern kann man entweder glatt weiterstricken oder der Kreativität mit den verschiedensten Mustern freien Lauf lassen. Die Länge der Pelerine ist Geschmackssache. Wenn man denkt, dass sie lang genug ist, werden die Maschen abgekettet. Natürlich kann man die Pelerine auch noch verzieren, ob mit Knöpfen oder selbst gestrickten oder gehäkelten Blumen und Formen, der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt.