Pensionskasse

In der Pensionskasse ist ein Arbeitnehmer Mitglied und leistet monatlich einen bestimmten Betrag. Der Versorgungsanspruch besteht gegenüber der Pensionskasse, nicht gegenüber dem Arbeitgeber.


Pensionskassen sind rechtlich selbstständige Versorgungsträger und werden wie ein Versicherungsunternehmen geführt, meistens in der Rechtsform eines Versicherungsvereins auf Gegenseitigkeit. In der Pensionskasse ist der Arbeitehmer Mitglied und leistet einen Beitrag. Sein Versorgungsanspruch besteht folglich gegenüber der Pensionskasse, nicht gegenüber dem Arbeitgeber. Dabei kann er zwischen Brutto- und Nettoentgeltumwandlung wählen. Wechselt er die Firma, besteht die Möglichkeit, die Betriebsrente mitzunehmen und über den neuen Arbeitgeber fortzuführen.

 

Altersversorgung
Bei der Altersversorgung kann der Arbeitnehmer zwischen einer einmaligen Kapitalzahlung und einer lebenslangen Altersrente wählen. Der Vorteil: Die Wahl des Auszahlungsmodells muss erst kurz vor dem Ruhestand getroffen werden, frühestens mit 60 Jahren. Verstirbt der Arbeitnehmer vorzeitig, bieten einige Pensionskassen den Hinterbliebenen Sterbegeld bis zu einer Höhe von 7.669 Euro an. Zudem eine Rentengarantiezeit, also die Auszahlung der eingezahlten Beiträge inklusive Überschussanteile. Das Risiko der Berufsunfähigkeit kann darüber hinaus durch Beitragsbefreiung und eine Berufsunfähigkeitsrente abgesichert werden.

In Deutschland gibt es etwa 160 zugelassene Pensionskassen. Sie stehen unter Kontrolle der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht.

Fördermöglichkeiten
Bei der Pensionskasse gibt es drei Möglichkeiten der Entgeltumwandlung.

- Bruttoentgeltumwandlung
Bei der Bruttoentgeltumwandlung werden die Beiträge aus dem Bruttogehalt des Arbeitnehmers gezahlt. Das hat den Vorteil hat, dass er die Sparbeiträge nicht versteuern muss. Sozialversicherungsbeiträge fallen auch keine an, wenn die umgewandelten Gehaltsbestandteile nicht über der Beitragsbemessungsgrenze liegen. Bis zu vier Prozent des Bruttogehalts können bis zur Beitragsbemessungsgrenze von 63.000 Euro im Jahr umgewandelt werden. Das sind 2.520 Euro im Jahr bzw. 210 Euro monatlich.

 

- Nettoentgeltumwandlung
Bei der Nettogeltumwandlung entscheidet sich der Arbeitnehmer für die Förderung durch Zulagen und Sonderausgabenabzug.

 

Bei bis Ende 2004 abgeschlossenen Verträgen war auch die Pauschalversteuerung möglich.

Die Auszahlungen aus Brutto- und Nettoentgeltumwandlung müssen im Alter voll versteuert werden.

Obwohl der Arbeitgeber keinen Beitrag zu dieser Form der betrieblichen Altersversorgung beisteuern muss, entfallen auch auf ihn die Abgaben zu den Sozialversicherungen. Deshalb ist in vielen Tarifverträgen vorgesehen, dass der Arbeitgeber aus diesem Geld einen Zuschuss zur betrieblichen Altersversorgung seiner Mitarbeiter zahlt. Die Sozialversicherungsfreiheit der Beiträge ist vorerst bis 2008 befristet.

 

 

 

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