Pfandleiher oder Zeitungsinserat: Wo mache ich mehr Profit?

Bei kurzfristiger Geldnot entscheidet der Einzelfall über die Wahl: Pfandleiher oder Zeitungsinserat.


Wie besorge ich kostengünstig und zeitsparend passende Liquidität? Wertgegenstände können verkauft oder versetzt werden, je nach Anlass bieten sich Alternativen: Pfandleiher oder Zeitungsinserat ist dann die entscheidende Frage. Der Betrieb eines Pfandleihhauses unterliegt gesetzlichen Regelungen um sicherzustellen, dass kein Verbraucher einen Schaden durch Missbrauch der Situation erleidet. Dabei sind Höhe der Zinsen und Gebühren genauestens geregelt.

Die Pfandleihe, im kurzfristigen Engpass die beste Wahl
Sollte der finanzielle Engpass absehbar und nur von geringer Dauer sein (maximal 3 bis 6 Monate), ist das Pfandleihhaus eine akzeptable Möglichkeit, kurzfristig sehr bequem an einen Kredit zu kommen. Die Beleihgrenze liegt grundsätzlich bei 50 Prozent, setzt allerdings eine gemeinsame Wertschätzung voraus. Der Zinssatz beläuft sich auf maximal 1 Prozent pro Monat, dies entspricht bei drei Monaten Laufzeit immerhin schon 3 Prozent Gesamtzins zuzüglich der Gebühren. Ist man sich also beim Beleihwert einig, ist die Frage Pfandleiher oder Zeitungsinserat sehr schnell entschieden, vorausgesetzt, die Rückzahlung erfolgt innerhalb der vereinbarten Laufzeit. Sonst erhöht sich der Zinssatz mit jedem weiteren Monat und liegt mit den Gebühren schnell bei 10 Prozent, auf die Kreditsumme gerechnet. Dagegen ist ein Überziehungskredit beim Girokonto auch nicht viel teurer.

Der Verkauf per Zeitungsinserat als kostengünstige, aber zeitraubende Alternative
Ist der Finanzengpass von längerer Dauer oder kann man nicht absehen, ob der Pfandkredit zurückgetauscht werden könnte, sollte man einen Verkauf des Wertgegenstandes ins Auge fassen. Pfandleiher oder Zeitungsinserat, das bedeutet in diesem Fall die Entscheidung zum Verkauf. Annoncen in Zeitungen oder Online-Foren sind oft kostenlos oder aber sehr günstig, sodass keine weiteren nennenswerten Gebühren entstehen. Allerdings muss der Verkäufer damit rechnen, dass vor Veräußerung meist Zeit investiert werden muss. So gibt es Rückfragen und bei unklaren Marktpreisen jede Menge Preisverhandlungen. All das erfolgt hoffentlich telefonisch oder per E-Mail, weil man als gut beratener Verkäufer die Adresse erst bei Einigung über den Kaufpreis herausgibt. Entstandene Kosten sind bei dieser Variante minimal, der Zeitaufwand allerdings oft extrem.

Fazit
Die Entscheidung Pfandleiher oder Zeitungsinserat sollte nach Dauer der Finanznot entschieden werden. Kann nicht sicher eine Rückzahlung im nächsten Halbjahr garantiert werden, ist ein Verkauf von deutlich mehr und nachhaltigerem Profit gekennzeichnet.