Das Gewürz Pfeffer wird aus den Früchten des Pfefferbaumes gewonnen, einer Kletterpflanze aus dem Süden Indiens. Bei uns werden hauptsächlich drei Arten Pfeffer genutzt: Der grüne Pfeffer wird unreif geerntet und anschließend in Essig- oder Salzlake eingelegt. Er ist mild im Geschmack und eignet sich besonders zur Zubereitung von Fleisch und Reisgerichten. Der weiße Pfeffer wird reif geerntet. Auch er ist milder als der schwarze Pfeffer und eignet sich besonders zum Würzen von hellen Soßen. Der schwarze Pfeffer wird ebenfalls reif geerntet und danach getrocknet. Sein Geschmack ist scharf und brennend. Empfindliche Menschen verwenden ihn besser sparsam. Besonders aromatisch sind frisch gemahlene Pfefferkörner. Weitere Pfefferarten, wie zum Beispiel der lange Pfeffer oder der Kubeben-Pfeffer, sind bei uns weitgehend unbekannt und ungenutzt.
Wie würzt man mit Pfeffer?
Pfeffer kann als ganzes Pfefferkorn verwendet werden. Zum Würzen von Fleischbrühen kann man es stundenlang mitkochen. Es gibt während des Kochens sein Aroma an die Brühe ab. Gemahlener Pfeffer verliert jedoch schnell sein Aroma. Man sollte ihn deshalb immer frisch mahlen und erst kurz vor dem Servieren zur Speise hinzufügen.
Warum hilft Pfeffer heilen?
Aber Pfeffer ist nicht nur das beliebteste Gewürz der Deutschen, sondern auch ein anerkanntes Heilmittel.Seine Schärfe erwärmt den Körper und regt den Kreislauf an. Vor allem Frauen, die leicht frieren, sollten deshalb mehr Pfeffer zu sich nehmen, sofern sie seine Schärfe vertragen. Des Weiteren schätzt man die belebende Wirkung von Pfeffer, die bei Müdigkeit und Konzentrationsschwäche hilft.
Scharfer Geschmacksträger Piperin
Ein besonders wirksamer Inhaltsstoff des Pfeffers ist das Piperin, der Träger des scharfen Geschmacks. Es ist zu fünf bis neun Prozent in allen Pfefferarten enthalten, außer im Kubeben-Pfeffer. Piperin wirkt appetitanregend, da es die Bildung von Speichel und Magensaft fördert. Besonders eiweißreiche Speisen, wie Fleisch oder Fisch werden dadurch besser verdaut. In einigen Magenarzneien wird es deshalb verwendet. Die Schärfe des Pfeffers reizt außerdem die Harnwege, was sexuell stimulierend und potenzsteigend wirkt. Als Aphrodisiakum ist Pfeffer deshalb schon lange beliebt.
Pfefferöl gegen Bakterien
Das ätherische Pfefferöl wirkt antimikrobiell. Es hemmt das Wachstum von Bakterien und ist deshalb zum Konservieren von Lebensmitteln bestens geeignet. Gepfefferte Speisen sind somit länger haltbar als Speisen ohne Pfeffer. Durch diese antimikrobielle Wirkung schützt Pfeffer vor Durchfall und Blähungen. Auch bei Halsentzündungen und leichtem Fieber wird er erfolgreich angewendet. In asiatischen Ländern wurde früher vor allem der Kubebenpfeffer geschätzt und als Heilmittel bei Atembeschwerden eingesetzt. Dieses Wissen gerät aber heute mehr und mehr in Vergessenheit.
Schadet zu viel Schärfe?
Bis vor Kurzem glaubte man, das stark gepfefferte Speisen der Niere schaden. Das wurde eindeutig widerlegt. Allerdings sollen Menschen mit Nierenschäden oder Geschwüren im Magen- Darm- Trakt auf scharf gewürztes Essen generell verzichten. Auch bei Kindern sollte man nicht zu stark mit Pfeffer würzen, sie reagieren oft empfindlich auf scharfe Speisen.