Pferdebörse: so funktioniert sie

Der Besuch einer Pferdebörse ist immer ein schönes und aufregendes Erlebnis, hat aber auch einen geschäftlichen Hintergrund.


Regelmäßig werden Pferdebörsen abgehalten, bei denen sie die Möglichkeit haben, viele verschiedene Pferde begutachten und vergleichen zu können. Bei der Absicht ein Pferd zu kaufen, ersparen sie sich das durchwälzen verschiedener Anzeigen und die Fahrten zu den einzelnen Höfen. Zudem ist die Gesundheit und Qualität des Pferdes bereits geprüft, denn wenn ein Pferd an einer Pferdebörse zum Verkauf angemeldet werden soll, muss es erst durch eine Prüfung zugelassen werden. Nur Pferde mit höchsten Qualifikationen schaffen es, angenommen zu werden. Auch der Stammbaum des Pferdes spielt eine sehr große Rolle.

Wann und wo findet eine solche Börse statt?
Die bekanntesten Börsen finden zweimal im Jahr in Fechta und Werder statt. Sie gehören somit zu den Größten. Es werden nur Pferde mit höchstem Ausbildungsgrad verkauft, die aber ein sehr junges Alter haben, im Schnitt sind sie drei Jahre. Es gibt auch verschiedene kleinere regionale Pferdebörsen, die auch Tiere für den Hobbyreiter anbieten. Auf verschiedenen Internetplattformen werden die Veranstaltungsdaten veröffentlicht.

Wie genau ist der Ablauf auf einer Pferdebörse?
Nachdem die Pferde durch die Prüfung zugelassen worden sind, werden sie eine Woche vor den Auktionen zu den Veranstaltungsplätzen gebracht. Meist wird im Vorfeld auch eine Broschüre veröffentlicht, in der die zum Verkauf stehenden Pferde beschrieben werden. Interessenten können in dieser Zeit die Pferde bereits begutachten und probereiten, um sich ein genaues Bild machen zu können. Am Tag der Auktion werden die Pferde den Interessenten in einer großen Halle vorgeführt. Daraufhin können die Käufer das Pferd ersteigern. Die Kosten bei solchen Börsen liegen zwischen 10.000 und 200.000 Euro. Die meisten Pferde gehen in den internationalen Pferdesport ein und werden ins Ausland, sogar bis nach Amerika, verkauft. Besonders Springpferde erzielen Spitzenpreise auf einer Pferdebörse. Zu den Kosten für das Pferd ist meist auch noch eine Provision in Höhe von zirka  neun Prozent fällig. Für die Pferde entsteht bei Pferdebörsen aber ein besonders großer Stress. Die Tiere sind noch sehr jung und werden überaus hart trainiert. Der Stallwechsel und das Probereiten verschiedener Interessenten stresst das Tier ungemein. Weiterhin ist auch die Vorführung in einer großen Halle vor einer Menschenmenge für das Pferd als Fluchttier eine äußerst unangenehme Situation.