Pfingsten und seine Geschichte

Fünfzig Tage nach Ostern beginnt Pfingsten. Hintergrund ist das Einläuten des Endes der Osterzeit und der Geburtstag der Kirche. Viele kennen die Geschichte des Feiertages gar nicht.


Kaum ist das Osterfest zu Ende, kann man auch schon anfangen, die Tage bis zu den nächsten Feiertagen zu zählen. Nur 50 Tage nach dem Verzehr von Schokohasen und der erfolgreich bestandenen Eiersuche steht Pfingsten vor der Tür. In der Kirche ist das Pfingstfest auch als Geburtstag der Kirche bekannt und läutet gleichzeitig das Ende der Osterzeit ein. Der Name entstammt der griechischen Sprache.

Wortherkunft und Geschichte

  • Die frühere mittelhochdeutsche Bezeichnung Pfingsten wird von „pentekosté“ abgeleitet, was aus dem Griechischen übersetzt „der fünfzigste Tag“ bedeutet. Demnach wurde am 50. Tag nach Ostern Pfingsten als Feiertag eingeführt. Ursprünglich entsprang das Fest jedoch dem jüdischen Feiertag Schawuot (hebräisch: Wochenfest). Schawuot bildet den Abschluss des Passahfestes, welches bei den Christen als Ostern gefeiert wird. 
  • Entsprechend dem Neuen Testament kam am jüdischen Wochenfest Schawuot der Heilige Geist zu den Jüngern Jesu, um ihnen Angst zu nehmen und stattdessen Kraft und Mut einzuflößen. Und da Pfingsten in der Geschichte wegen der Ankunft des Heiligen Geistes gefeiert wird, begannen die Christen, an Shawuot das Pfingstfest zu begehen. Laut Quellen aus dem Altertum wurde Pfingsten bereits 130 Jahre n. Chr. zelebriert.

Der Ursprung des Pfingstfestes

  • In der Geschichte des Christentums nimmt der Heilige Geist eine wichtige Rolle ein. Laut der kirchlichen Lehre besteht die Gestalt Gottes aus drei Instanzen: Dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist, was der Lehre von der heiligen Dreifaltigkeit Gottes (lat.: „Trinitas Dei“) entspricht.
  • So wird dem Heiligen Geist noch heute die Fähigkeit zuerkannt, dass er in die Welt ausgesandt werde, um die Lehre Jesus in der Welt zu verbreiten und den Menschen entsprechend Festigkeit, Mut und Glauben zu schenken. Durch das Empfangen des Heiligen Geistes würde jeder Christ demnach eine Art Wiedergeburt durchleben. 

Feiertag für Jedermann

  • Die gläubigen Christen gehen an Pfingsten zum Gottesdienst in die Kirche. In manchen Gemeinden ist es üblich, den Pfingstgottesdienst in der Natur abzuhalten, was dem Fest ein besonders schönes Gefühl von Frühlingsstimmung verleiht. 
  • Zwar ist Pfingsten ein Fest mit kirchlichem Hintergrund, doch nehmen heute viele nicht sehr gläubige Menschen diesen Tag als einen Anlass, ein Familienfest im Kreise ihrer Liebsten zu feiern. Und schöne Stunden inmitten geliebter Menschen verleihen uns wieder Freude und Kraft, genauso wie es auch der Heilige Geist tun soll. Zudem ist das Fest eine gute Gelegenheit, um gemeinsam eine schöne und friedliche Zeit miteinander zu verbringen.