Pflanzenkrankheiten - Notfallplan für Blumen und Co.

Es existiert eine Vielzahl an verschiedenen Pflanzenkrankheiten in den deutschen Gärten. Auf den nächsten Seiten erfahren Sie mehr über die Krabkheiten und wie man diese bekämpfen kann.


Für jeden Hobbygärtner ist es eine Katastrophe, wenn die liebevoll herangezüchteten Rosen plötzlich weiße Stellen aufweisen, sie wenig später die Blätter hängen lassen und die Blütenfarbe immer mehr verblasst. Leider wird jeder Blumenliebhaber früher oder später mit Schädlingen und Pflanzenkrankheiten zu tun haben. Bei diesen unterscheidet man grob zwischen vier Gruppen.
 

Welche Schädlinge gibt es?
Zu den tierischen Schädlingen gehören unter anderem die Maulwürfe, die Blattläuse sowie die Nacktschnecken. Gegen diese Kleinlebewesen wird häufig mit chemischen Mitteln vorgegangen, man kann sie jedoch auch von Nützlingen vertreiben lassen. Der Marienkäfer zum Beispiel ernährt sich von Blattläusen, stellt aber für die Zierblumen oder den Kopfsalat keine Gefahr dar. Anstatt bei einem Lausbefall also die chemische Keule auszupacken, reicht es eigentlich schon, die für den Marienkäfer als Lebensraum geeigneten Pflanzen – wie das Heidekraut – in eine Ecke des Gartens zu setzen. Ein weiterer gefürchteter Schädling ist das Unkraut, das nicht nur in optischer Hinsicht einem Trauerspiel gleichkommt. Hier sind Disziplin und Handarbeit gefragt, denn es gibt nur eine Lösung: von Hand jäten und ausstechen. Bei einem regelmäßig gemähten und gedüngten Garten geht der Unkrautbefall mit der Zeit selbstständig zurück.
 

Schädlingen vorbeugen
Schadpilzen, wie Mehltau und Rostpilzen, sowie Viren und Krankheitserregern kann und sollte man effektiv vorbeugen. Dazu sollte man die Gartenpflanzen immer ausreichend mit Nährstoffen versorgen und schon bei dem Kauf auf die Gesundheit und das Aussehen der Pflanze genau achten. Stellt man trotz aller Vorsichtsmaßnahmen kranke oder welke Äste und Blätter fest, so sollte man diese umgehend zurückschneiden und das Werkzeug nach Gebrauch gut reinigen, da sich sonst die Krankheitserreger übertragen können.
 

Mehltau und Wurzelkrankheiten
Es gibt weltweit über 25.000 verschiedene Pflanzenkrankheiten. Die wohl am häufigsten vorkommenden Krankheiten sind die Wurzelkrankheiten und Mehltau. Bei Wurzelkrankheiten gründet sich die Ursache in den meisten Fällen in dem immer gleichem Standort einer Pflanze, besonders oft sind dabei Tomaten betroffen. Der Mehltau ist eine Pilzerkrankung, die vorwiegend im Gewächshaus auftritt. Man unterscheidet dabei zwischen Echtem und Falschem Mehltau. Während Falscher Mehltau hauptsächlich die Unterseite der Blätter angreift, ist Echter Mehltau vorrangig auf der Oberseite zu finden.