Pflegekinder aufnehmen: Organisation und Adressen

Pflegekinder aufnehmen ist eine Möglichkeit, sich sozial zu engagieren und ein Stückchen Liebe weiterzugeben.


Immer mehr Menschen halten es für notwendig, sich sozial zu engagieren. Wenn Eltern überfordert sind, gibt es die Möglichkeit, dass die Kinder in Pflegefamilien aufgenommen werden. Erlebnissen, wie der schlimmen Vorstellung von „ins Heim kommen“, sollen dadurch vorgebeugt werden und Kindern der kurz- oder langfristige Auszug von zu Hause erleichtert werden. Folglich wird beschrieben, wie es als sozial engagierte Familie möglich ist, Pflegekinder aufnehmen zu können.

 

 

Pflegefamilie – wer oder was ist das?

  • Die wichtigste Anforderung an Pflegeeltern ist, einem bisher unbekannten Kind, viel Verständnis, Geduld, Trost, Vertrauen und Wärme spenden zu können. Pflegeeltern müssen in kein traditionelles Familienmodell hineinpassen, sondern können auch alleinerziehend, in einer Partnerschaft lebend oder gleichgeschlechtlich sein.

 

  • Materielle Stabilität sollte auf jeden Fall gegeben sein, welcher die emotionale Stabilität um nichts nachsteht. Darüber hinaus sollte man sich im Klaren darüber sein, dass Pflegekinder den Kontakt zu ihren leiblichen Eltern halten dürfen und sie bei gegebener Situation zu diesen zurückkehren werden. Man hat also als Pflegeeltern keinerlei „Rechte“ im Bezug auf sein Pflegekind.

 

Pflegekinder aufnehmen – Organisation und Adressen

  • Wenn man Pflegekinder aufnehmen möchte, so ist das Jugendamt die erste und wichtigste Anlaufstelle. Man stellt zunächst einen Antrag, dem man ärztliche Atteste und ein einwandfreies Führungszeugnis beilegt. Nach Prüfung des Antrags wird ein Beauftragter des Jugendamtes die Häuslichkeiten der künftigen Pflegeeltern genau unter die Lupe nehmen.

 

  • Danach wird man sich einem psychologischen Gespräch stellen müssen, das die Pflegetauglichkeit bestätigen soll. Bei positiver Bestätigung des Jugendamtes in all diesen Punkten, steht einem Dasein als Pflegeeltern nichts mehr im Wege. Falls das Jugendamt kein geeignetes Kind für den Antragsteller findet, so kann man sich weiters an Stellen der Caritas oder an die Diakonie wenden.

 

Unterschiedliche Pflegeformen

  • Kurzzeitpflege ist die Pflege, in der man einem Kind bis zu drei Monaten ein Zuhause bietet. Pflegekinder aufnehmen im Form der Dauerpflege können jene, die dazu bereit sind, das Kind bis zur Selbständigkeit bei einem leben zu lassen.

 

  • Darüber hinaus gibt es noch Pflegeformen für Kinder mit speziellem Förderbedarf (schwer erziehbare oder behinderte Kinder) – hier werden spezielle Ausbildungen von Nöten sein. Schließlich gibt es noch die Tagespflege, die dann zum Einsatz kommt, wenn Elternteile nachtarbeiten müssen oder eine Woche geschäftlich unterwegs sein müssen.