Pflegezusatzversicherung

Mit dem Abschluss einer Pflegezusatzversicherung stellt man sicher, dass im Alter genügend finanzielle Mittel vorhanden sind, um die Pflege zu garantieren.


Die gesetzliche Pflegeversicherung ist ein Pfeiler der Sozialversicherungen. Doch meist reicht die Unterstützung im Alter bei Pflegebedürftigkeit nicht aus. Durch die Auszahlungen der gesetzlichen Pflegeversicherung kann ein Pflegedienst oder ein Pflegeplatz häufig nicht vollständig bezahlt werden. Aus diesem Grund müssen viele Menschen im Alter auf das Kapital ihrer Familienangehörigen zurückgreifen, wenn sie selbst nicht ausreichend angespart haben. Daher gibt es die Möglichkeit, eine private Pflegezusatzversicherung abzuschließen.

Was zahlt die gesetzliche Pflegeversicherung?
Abhängig davon, wie pflegebedürftig ein Mensch ist, werden Beiträge aus der gesetzlichen Pflegeversicherung ausgezahlt. In Höchstfall werden 1.688 Euro bewilligt – das passiert allerdings nur in absoluten Härtefällen. Wenn der Grad der Pflegebedürftigkeit besonders hoch ist und der Höchstbetrag tatsächlich ausgezahlt wird, können die Kosten eines Pflegeheims immer noch nicht gedeckt werden. Monatlich werden teilweise 2.000 bis 3.000 Euro benötigt, um das Wohl des älteren Menschen zu gewährleisten.

Verschiedene Arten der Pflegezusatzversicherung
Die Pflegezusatzversicherung wird in drei unterschiedlichen Varianten angeboten. Die Pflegekostenversicherung sorgt für eine Erhöhung der Leistungen der gesetzlichen Versicherung um einen festgelegten bestimmten Prozentsatz. Für den Versicherten kann eine Änderung der gesetzlichen Krankenversicherung zum Nachteil sein.

Bei der beliebten Pflegetagegeldversicherung wird jeder Pflegetag ein vorher ausgehandelter Tagessatz gezahlt. Das heißt, der Patient kann die Höhe der finanziellen Leistungen und den Leistungsumfang der Versicherung selbst bestimmen. Die Zahlungen werden unabhängig davon getätigt, ob entsprechende Kosten angefallen sind.
Die Pflegerentenversicherung ist eine weitere Alternative, bei der man aber vorsichtig sein sollte. Bei dieser Versicherung handelt es sich um eine Kombination aus Versicherungsschutz und Sparbuch.

Ist eine Pflegezusatzversicherung notwendig?
Es gibt viele verschiedene Möglichkeiten, für das Alter vorzusorgen. Die Pflegezusatzversicherung ist nur eine davon. Grundsätzlich hat man einen Anspruch auf Beiträge aus der gesetzlichen Pflegeversicherung. Dass diese aber in den wenigsten Fällen die gesamten Kosten abdeckt, muss über eine zusätzliche Versorgung nachgedacht werden.
Pflegedienste oder Pflegeheimplätze kosten meist das Vielfache mehr, als die gesetzlichen Auszahlungen ermöglichen. Das heißt aber noch nicht, dass eine Pflegezusatzversicherung unbedingt nötig ist. Denn auch die gesetzliche Rente sorgt für eine finanzielle Versorgung im Alter. Ob durch gesetzliche oder zusätzlich private Vorsorgesicherheiten – der deutsche Bürger ist abgesichert und muss nicht für alles selbst aufkommen.

(Stand Dezember 2008)