Phenolsäuren - Antioxidative Wirkung durch Kaffee!

Phenolsäuren stecken in vielen Obst- und Gemüsesorten, aber auch in Kaffee und Wein.


Die Phenolsäuren gehören neben den Flavonoiden zu den Polyphenolen. Sie kommen in fast allen Samenpflanzen vor und werden über die Nahrung in großen Mengen aufgenommen. Phenolsäuren schützen die Pflanzen vor äußeren Einwirkungen, zum Beispiel bei Schädlingsbefall. Die höchste Konzentration steckt daher immer an den äußeren Blättern oder in der Schale.

Stecken im Kaffee
Der Mensch nimmt diese Säuren vor allem durch den hohen Kaffeekonsum auf. In Kaffee steckt Chlorogensäure, mit einer Tasse Kaffee nimmt man etwa 50 bis 150 Milligramm Chlorogensäure auf. Somit macht der Kaffeekonsum durchschnittlich 92 Prozent der Phenolsäurezufuhr aus.

Die wichtigsten Gruppen
Die beiden wichtigsten Phenolsäuren sind Hydroxyzimtsäuren und Hydroxibenzosäuren. Diese Säuren sind meist mit Zucker und organischen Säuren verestert.
Hydroxyzimtsäuren wirken choleretisch, im Vollkorn steckt zum Beispiel die Ferulasäure, eine Unterkategorie der Hydroxyzimtsäuren. Zu den Hydroxibenzosäuren zählt die Chlorogensäure, sie tritt mit Abstand am häufigsten auf. Sie steckt zum Beispiel in Spinat und Kopfsalat, aber auch im Kaffee, oder in Heilpflanzen wie Arnikablüten, Weißdorn, Lindenblüten, Mateblätern, Johanniskraut und Artischocken. Chlorogensäure hilft, die Produktion von Magensaft zu stimulieren. Gallussäure findet sich in Gewürznelken, Sanddornfrüchten und Eichenrinde – zu über 90 Prozent wird sie jedoch durch Rot- oder Weißwein aufgenommen.

Mehr Beeren essen
Generell finden sich Phenolsäuren in Brombeeren, Erdbeeren, Heidelbeeren und Himbeeren, aber auch in Äpfeln, Granatäpfeln, Kirschen Ananas, Nüssen, Lauch, Kohlarten, Karotten, Tomaten, Linsen und Gerste.

Nicht schälen und nicht kochen!
Um die Wirkung der Phenolsäuren vollkommen auszukosten, sollte man das Obst und Gemüse, in denen diese Pflanzenstoffe enthalten sind, nicht schälen. Denn genau in den Randschichten sitzen die wertvollen Phenolsäuren, beim Schälen würden sie beinahe komplett entfernt werden. Werden die Früchte oder das Gemüse weiter verarbeitet oder auch nur einfach länger gelagert, gehen die Pflanzenstoffe weiter verloren. Licht und Sauerstoff sorgen für den Oxidationsprozess.

Wirkung
Phenolsäuren scheinen eine antioxidative Wirkung zu haben, außerdem wirken sie gegen krebserregende Stoffe und haben zudem eine antibakterielle Wirkung.
Zwar sind die Mechanismen noch relativ unerforscht, doch wahrscheinlich ergeben sich die positiven Effekte aus einer Wechselwirkung mit anderen Inhaltsstoffen, zum Beispiel den Flavonoiden und Vitaminen. Sie werden im Dünndarm aufgenommen und leisten somit einen wichtigen Beitrag zu unserer Ernährung.