Philosophische Gedanken - oder die Kunst Fragen zu stellen

Philosophische Gedanken: Jeder Mensch kennt sie. Die Philosophie hat seit jeher die existenziellen Fragen der Menschheit hinterfragt und ist und bleibt somit eine spannende Wissenschaft.


Für viele ist die Philosophie ein abstraktes Gebiet der komplizierten Gedankengänge, mit dem man sich im Alltag lieber erst gar nicht beschäftigt. Das die Philosophie dabei auch sehr sinnvolle Denkanregungen für die tagtäglichen Probleme bereit hält ist vielen oftmals gar nicht bewusst.

Philosophische Gedanken – nützlich in der heutigen Zeit?
Die heutige Zeit mit ihren kontinuierlichen Veränderungen und dem schnellen Lebenswandel der Menschen stellt eine vollkommene andere Ausgangslage des Seins dar. Die raschen Imagewechsel berühmter Persönlichkeiten, über die in den Medien tagtäglich berichtet wird und meist zu hunderten - insbesondere von der jüngeren Generation - kopiert werden werfen immer wieder erneut die Frage auf: „Wer bin ich eigentlich und wer will ich sein?“ Die Schnelllebigkeit unserer Gesellschaft erfordert ein hohes Maß an Flexibilität und Anpassungsvermögen. Somit erscheint ein Reflektieren über das eigene Ich immer sinnvoller: erst derjenige, der mit sich selbst und seiner Identität zufrieden ist, kann in seinem Leben glücklich werden.

Philosophie und Ethik oder: was soll ich tun?
Ethik ist die Lehre von den Regeln für sinnvolles Handeln. Sie stellt die Grundprinzipien dar, nach denen der Mensch agieren sollte. Bereits Immanuel Kant entfachte im Zusammenhang seiner kantschen Ethik die Diskussion über falsch und richtig, indem er die bekannte Frage stellte „was soll ich tun?“ Auch heute lässt sich über wichtige und brisante Themen wie beispielsweise Abtreibung, Klonen oder die Sterbehilfe philosophieren und über deren ethische Maßstäbe diskutieren.

Philosophie als Heilung
In schwierigen Situationen können philosophische Gedanken auch durchaus von therapeutischer Wirkung sein. Stirbt beispielsweise ein geliebter Mensch so kann es hilfreich sein, sich mit dessen Tod und der Frage „was kommt danach“ zu beschäftigen, die schon seit Lebzeiten die Menschheit in ihren Bann gezogen hat. Die philosophische Auseinandersetzung mit dem Thema Tod sollte dabei nicht verängstigen, sondern dem Betroffenen Ängste nehmen und vielleicht sogar Antworten anbieten. In solchen Fällen ist es somit möglich, dass Philosophie durchaus befreiend auf den Menschen wirkt.

Philosophieren Sie – aber richtig!
Kant erhob drei Ansprüche an das richtige Philosophieren: Zum einen forderte er den Menschen auf selber zu denken und nicht bloß das, was ein anderer bereits gesagt hat, zu wiederholen. Auch müsse der Mensch beim Philosophieren in der Lage sein, sich in andere Menschen hineinzuversetzen, also deren Perspektive einzunehmen. Zuletzt müsse der Philosophierende jederzeit einstimmig denken und kritisch hinterfragen können, ob die Gedanken zusammenpassen. Beherrschen Sie alle drei Grundschritte können Sie auch schon loslegen und die noch unerforschten Gebiete des menschlichen Verstands hinterfragen ganz nach dem Motto: wer nicht fragt bleibt dumm.