Physikalische Therapien - Die sanften Methoden

Physikalische Therapien umfasst solche Methoden wie Massagen oder Chiropraktik.


Physikalische Therapien sind eine Mischung aus medizinischen Praktiken, die besonders bei der Behandlung Erkrankungen der Haut und des Bewegungsapparats Erfolge verzeichnen können und zum anderen Teil Wellnesskuren, die ergänzend zur medizinischen Behandlung geeignet sind. Sie lockern Spannungen in den Muskeln oder beheben Fehlstellungen der Gelenkknochen, wie es in der Chiropraktik geschieht. Durch das aufmerksame Spüren des Körpers während der Therapien lernt der Betroffene auf seinen Körper einzugehen und dadurch Grenzen und Fähigkeiten besser einschätzen zu können. Dies erleichtert den Umgang mit den Hürden des Alltags, denen Patienten durch ihre körperlichen Einschränkungen erliegen.
 

Medizinische Nutzung
Physikalische Therapien eignen sich hervorragend für Menschen, die Rehabilitationsmaßnahmen ergreifen müssen, da der Patient bei den meisten Therapieformen kaum selbst aktiv wird, er wird stattdessen durch, zum Beispiel elektrische Impulse oder Massagen stimuliert. Die Elektrotherapie wird, wie die Phototherapie, aus medizinischen Gründen genutzt, zum Beispiel dient sie dem Muskelaufbau und der Stimulanz der Nerven. Die Phototherapie hat sich bei der Heilung von chronischen Hautkrankheiten bewährt und kann in abgewandelter Form als Iontophorese genutzt werden, um Arzneistoffe, mittels Gleichstrom in tiefere Geweberegionen zu transportieren.
 

Wellnesstherapien
Die Bädertherapie umfasst – bei genauer Einhaltung – einen kompletten Lebenswandel. Trotzdem gilt sie für Experten heutzutage als Wellnesstherapie, da sie nah verwandt ist mit der Thalassotherapie, die hauptsächlich zur kosmetischen Behandlung bei problematischer Haut und allgemeinem Unwohlsein genutzt wird. Trotzdem erzielen sie auch bei ernstzunehmenden Krankheiten, wie Neurodermitis und Rheuma gute Ergebnisse.
Nach einer drei- bis vierwöchigen Kur stellen sich auch erste Erfolge ein.
 

Physik der physikalischen Therapien
In die Kategorie der physikalischen Therapien fallen auch Therapieformen, die nicht mechanisch oder manuell durchgeführt werden, sondern auf einer physikalischen Kraft beruhen, wie im Fall der Phototherapie. „Optische Strahlen“ im Bereich vom infraroten bis ultravioletten Licht stärken das Abwehrsystem der Haut. Das Licht kommt dem der Sonne sehr nah und hat daher einen ähnlichen Effekt wie die Heliotherapie (Sonnenbaden). Sogar die Deutsche Dermatologische Gesellschaft rät Menschen mit Schuppenflechte zur Phototherapie.
 

Absprache mit dem Arzt
Für alle Bestrahlungstherapien gilt aber der Grundsatz, dass die vom Arzt verordnete Dosis und Dauer nicht überschritten werden darf, schwere Hautfehler können sonst die Konsequenz sein. Und natürlich können Patienten, nach Absprache mit ihrem Arzt, mehrere dieser Therapien miteinander kombinieren oder medikamentös unterstützen.