Phytosterine senken Cholesterol

Phytosterine stecken unter anderem in Ölen und können helfen, den Cholesterolspiegel zu senken.


Bei Phytosterinen handelt es sich um cholesterinähnliche Substanzen, die gleichzeitg cholesterolsenkend wirken. Sie sind hauptsächlich in Pflanzenölen enthalten, man unterteilt sie in Beta-Sitosterine, Campesterine und Stigmasterine.

Senken Cholesterol
Zwar wirken Phytosterine cholesterolsenkend, die genaue Wirkung ist jedoch noch unbekannt. Es gibt zwei Möglichkeiten: Entweder wird die Cholesterinabsorption durch Auskristallisation im Darm gehemmt oder das Cholesterol wird durch die Substanz aus den Mizellen gedrängt.
Man geht auf jeden Fall davon aus, dass Phytosterine gemeinsam mit Cholesterin verzehrt werden und durch eine abwechslungsreiche Mischkost aufgenommen werden.

In spezieller Margarine
Phytosterine finden sich in speziellen cholesterinsenkenden Margarinen, also in „functional food“. Ob diese Margarinen jedoch wirklich den Cholesterolspiegel senken können, ist noch nicht endgültig geklärt. Allerdings scheinen Phytosterine in der Margarine noch eine ganz andere, eher negative Wirkung zu haben: Sie erschweren die Aufnahme von Carotinoiden aus Nahrungsmitteln.

Teil der pflanzlichen Zellen
Phytosterine sind Bestandteile der Zellmembranen pflanzlicher Zellen und stecken verstärkt in den fettreichen Teilen der Pflanze also zum Beispiel im Samen. Sie finden sich in freier Form genau wie gebunden an Fettsäuren oder als Glycoside und Acylglcycoside.

In pflanzlichen Ölen
Wir nehmen Phytosterine vor allem durch pflanzliche Öle auf, am besten sind hier die nativen Öle, da sie nicht raffiniert sind. Empfehlenswert sind vor allem Soja, Sonnenblumen- oder Sesamöl. Zwar ähneln sie dem Cholesterol tierischer Fette, weisen jedoch einige weitere Kohlenstoffatome auf. Sie kommen außerdem in Heilpflanzen wie der Brennesselwurzel, der Hypoxiswurzel, Kürbissamen, Sägepalmenfrüchten, Blütenpollenextrakten aus Roggen, Wiesenlieschen und Mais vor.

Wirkung
Phytosterine werden vor allem bei Problemen mit der Prostata, sowie bei zu hohen Cholesterolwerten eingesetzt. Man unterscheidet Beta-Sitosterole und Phytosterine.
Beta-Sitosterol wird in niedriger Dosierung bei einer Prostatavergrößerung im Anfangsstadium und in höherer Dosierung zur Senkung des Cholesterols eingesetzt. Eventuell weist Beta-Sitosterol hormonartige Effekte auf und kann die Prostaglandinsynthese hemmen. Prostaglandine hängen eng mit dem Fettstoffwechsel zusammen.
Phytosterine können ebenfalls Beschwerden bei Prostataleiden mindern. Eventuell sorgen Begleitstoffe in den Auszügen der Pflanzen für die Linderung der Symptome.
Generell wirken Phytosterine vorbeugend gegen Dickdarmkrebs, möglicherweise können sie auch andere Krebserkrankungen verhindern. Auch werden sie zur Therapie der Hypercholesterinanämie, also bei einem zu hohen Cholesterinspiegel, im Blut eingesetzt.