PKV Einkommensgrenze: Regelungen

Da die Krankenversicherungspflicht der Deutschen grundsätzlich gesetzlich geregelt ist, hängt die richtige Krankenkassenwahl unter anderem von der PKV Einkommensgrenze ab.


Deutschland ist im Gegensatz zu Amerika ein Staat, in dem Krankheit nur in Ausnahmefällen in eine massive Verschuldung führen kann. Im Regelfall tritt die Krankenversicherung für die Kostenerstattung ein, egal ob gesetzlich oder privat. Nach Paragraph 193 des Gesetzes über den Versicherungsvertrag besteht eine Versicherungspflicht für alle Personen, die ihren Wohnsitz im Inland haben und weder gesetzlich versichert sind noch Anspruch auf Beihilfe, freie Heilfürsorge oder ähnliches haben. Damit ist sichergestellt, dass jeder Bürger eine Krankenversicherung erhält. Jedoch ist bei Erreichen einer bestimmten Einkunftshöhe die Wahl, ob gesetzlich oder privat versichert, freigestellt. Entscheidend ist dabei die PKV Einkommensgrenze.

Private Krankenversicherung – Grundsatz und Regelungen
Eine private Krankenversicherung agiert frei am Markt der Versicherten. Sie kann sich sozusagen ihre Kunden selbst aussuchen. Entscheidend für die Tarifhöhe und damit für den Verbraucher die Entscheidung für die private Versicherung sind viele Faktoren. Das Eintrittsalter, Geschlecht, Gesundheitszustand wie auch Einkommen und Berufsgruppe üben einen erheblichen Einfluss auf die Versicherungsbedingungen aus. Oft erhält man als Antragsteller auch eine generelle Ablehnung des Versicherers als Antwort auf den Versicherungsantrag. Ein indirektes Mittel der Ablehnung ist die Hochsetzung des Tarifbeitrages im Gegensatz zum Beitrag der gesetzlichen Krankenkasse, so dass ein Wechsel nicht in Betracht gezogen wird. Im Gegensatz hierzu können gesetzliche Krankenkassen einen Antrag nicht ablehnen. Die PKV Einkommensgrenze regelt lediglich die Möglichkeit, sich überhaupt bei einer privaten Versicherung zu bewerben.

Die PKV Einkommensgrenze als Kriterium für den Verbraucher
Das Fachwort lautet „Jahresarbeitsentgeltgrenze“, und legt eindeutig fest, welche Personengruppe sich für eine private Krankenversicherung entscheiden kann. Damit endet auch die automatische Pflichtversicherung für Arbeiter wie Angestellte. Das bedeutet nicht, dass die Versicherungspflicht erlischt, lediglich die Zugehörigkeit zur gesetzlichen Krankenkasse ist nicht mehr zwingend vorgeschrieben. Die JAE (Jahresarbeitsentgeltgrenze) wird jedes Jahr vom Bundesministerium für Arbeit neu festgesetzt und lautet momentan auf 49.500 € für das Jahr 2011. Erzielt also ein Arbeiter bzw. Angestellter im aktuellen Kalenderjahr ein Einkommen höher als 49.500 €, so ist ihm freigestellt, sich zukünftig privat versichern zu lassen. Selbstverständlich kann die Entscheidung aber auch auf eine weitere gesetzlicher Versicherung lauten. Sinkt das voraussichtlich zu erzielende Einkommen im Laufe eines Jahres unter die PKV Einkommensgrenze, tritt die gesetzliche Versicherungspflicht (gesetzliche Krankenkasse) mit sofortiger Wirkung wieder ein.