Plötzlicher Kindstod - Das Risiko verringern

Der Alptraum aller frischgebackenen Mütter ist der plötzliche Kindstod. Welche Risikofaktoren einen ihn unterstützen können und wie sie ihn vermeiden können, können sie hier nachlesen.


Der Plötzliche Kindstod (englisch: SIDS bzw. Sudden Infant Death Syndrom) ist der unerwartete Tod eines Säuglings. Weder die Krankheitsgeschichte noch eine Obduktion liefern im Nachhinein einen Grund für das frühzeitige Versterben des Kleinkindes. Obwohl die Sterberate in den meisten Ländern zurückgegangen ist, wird der plötzliche Kindstod für die meisten Todesfälle im Säuglingsalter verantwortlich gemacht.

Viele Faktoren könnten die Ursache sein

  • Auch wenn das Phänomen schon seit mehr als hundert Jahren erforscht wird, gibt es noch keine feststehende Erklärung dafür. Mediziner gehen jedoch davon aus, dass mehrere Faktoren daran schuld sind. Sie gehen von angeborenen Funktionsstörungen der lebenswichtigen Mechanismen aus. Die wichtigsten Einflussfaktoren sind Atmung, Herzrhythmus, Nervensystem und die Temperaturregulation, die in Verbindung mit äußeren zusätzlich belastenden Einflüssen, zum Plötzlichen Kindstod führen können 
  • Betroffen sind zumeist Kinder zwischen dem zweiten und vierten Lebensmonat, Jungen etwas häufiger als Mädchen. Neun von zehn Kindern versterben im Schlaf. 
  • Die Risikofaktoren sind hierbei zahlreich. Sie reichen von einer Frühgeburt mit zu niedrigem Geburtsgewicht, über eine auffallende Bewegungsarmut. Auch ein hohes, schrilles Schreien des Kindes bis hin zu Harnwegsinfekten der Mutter während der Schwangerschaft können Auslöser für den Plötzlichen Kindstod sein.

Risikofaktoren vermindern

  • Um das Risiko für die Säuglinge zu minimieren, sollte man vermeiden, sie in der Bauchlage schlafen zu lassen. Die Schlafunterlage darf nicht zu weich und nicht verrutschbar sein, um zu verhindern, dass das Baby sich im Schlaf umdreht. Um ein versehentliches Ersticken des Kindes zu vermeiden, ist es anzuraten, keine unnötigen Gegenstände im Bett zu belassen. 
  • Zudem sollte man darauf achten, das Kind im Schlaf nicht zu überwärmen und es in und nach der Schwangerschaft nicht zum passiven Mitrauchen zu zwingen. Ungesunde Unruhe und Stress für das Kind kann man durch viel Zuneigung mindern oder ausschließen. Ein Schnuller im Schlaf wird seitens der Experten ebenso empfohlen, wie auch das Schlafen der Babys im Zimmer der Eltern. Vorausgesetzt der Raum ist nicht verraucht oder riecht nach Alkohol.