Prämenstruelle Beschwerden: Wie man die Symptome richtig deutet und was Linderung schafft

Prämenstruelle Beschwerden gehören zum Alltag von bis zu 40 Prozent aller Frauen und zeigen sich in verschiedenen schweren bis minder schweren körperlichen und seelischen Symptomen.


Das Prämenstruelle Syndrom (PMS) betrifft viele Frauen, doch die wenigsten wissen, dass sie darunter leiden. Die meisten Frauen finden sich damit ab, dass sie in der Zeit vor der Periode launisch, depressiv und aggressiv sind. Prämenstruelle Beschwerden wie Brustspannen und Kopfschmerzen werden dagegen häufiger mit dem Einsetzen der Menstruation in Verbindung gebracht.

Zahlreiche seelische und körperliche Veränderungen bei PMS

Prämenstruelle Beschwerden treten häufig zwischen zwei und vierzehn Tagen vor Beginn der Periode auf und klingen mit dem Einsetzen der Monatsblutung schlagartig wieder ab. Zu den körperlichen Beschwerden zählen ein aufgeblähter Unterleib, Wassereinlagerungen in Knöcheln und Handgelenken, Völlegefühl, eine Zunahme des Gewichts, geschwollene und schmerzhafte Brüste, Kopfschmerzen, Migräne, ein verschlechtertes Hautbild, Unterleibsbeschwerden, Hitzewallungen, Schwindel, Müdigkeit, Herzklopfen und Abgeschlagenheit. Da prämenstruelle Beschwerden aber nicht alle auf einmal auftreten, werden sie nicht immer als diese erkannt.

Innere Spannung und Stimmungsschwankungen

Nicht genug, dass es zahlreiche körperliche Beschwerden gibt, so muss man als Frau auch noch mit den seelischen Problemen, die PMS mit sich bringen kann, kämpfen. Psychische prämenstruelle Beschwerden können sich in Form von Gereiztheit, Depressionen, Lustlosigkeit, Nervosität, Schlaflosigkeit, Stimmungsschwankungen, Einsamkeit, einem niedrigen Selbstwertgefühl, Verwirrtheit, Konzentrationsschwäche, Aggressivität und übermäßigem Appetit bemerkbar machen. Durchschnittlich sind 30 bis 40 Prozent aller Frauen von prämenstruellen Beschwerden betroffen. Bei Frauen ab dem 30. Lebensjahr tritt das prämenstruelle Syndrom häufiger auf als bei jüngeren Frauen.

So kann man gegen prämenstruelle Beschwerden angehen

Grundsätzlich gilt, je größer die Beschwerden, desto wichtiger ist es, schnellstmöglich einen Frauenarzt aufzusuchen. Dieser kann dann, falls nötig, eine medikamentöse Behandlung einleiten. Es gibt aber auch ein paar einfache Verhaltensmaßnahmen, um prämenstruelle Beschwerden zu lindern. Vitamine und gesundes Essen sind in dieser Phase sehr wichtig. Frisch gepresster Fruchtsaft, Honig und Traubenzucker verhelfen dem Körper zu neuer Energie in Phasen der Schwäche und Lustlosigkeit. Wer unter Essattacken leidet, sollte immer frisches Obst oder Rohkost zur Hand haben. Außerdem schützen ballaststoffreiche Mahlzeiten vor unnötigen Kalorienfallen, die man hinterher sicher bereut. Auf Fett und Koffein sollte man weitestgehend verzichten, da diese die Produktion von Prostaglandinen (hormonähnliche Substanzen) steigern und dadurch prämenstruelle Beschwerden verschlimmert werden können. Man sollte viel trinken und weitestgehend auf die Verwendung von Kochsalz verzichten, da es die Flüssigkeit im Gewebe noch zusätzlich bindet. Ergänzende Atem- und Entspannungsübungen sowie leichte sportliche Betätigung an der frischen Luft helfen gegen Stress und kurbeln den Kreislauf an. Ausreichend Schlaf und Gespräche mit der Familie können Aggressionen und Verstimmungen verhindern und vorbeugen.

 

Häufigste Ursache der Prämenstruellen Beschwerden ist ein starkes Absacken des Progesteron-Niveaus vor dem Einsetzen der Periode. Wer herausfinden will ob dies auch die Ursache der eigenen Beschwerden ist, kann dies mit einem einfachen Speicheltest bei einem entsprechenden Fachlabor (z.B. www.verisana.de).