Parkinson ist eine degenerative Krankheit, die Gehirnzellen in einem Teil des Gehirns, das die Ausschüttung von Dopamin steuert, absterben lässt. In der Folge nimmt die Produktion von Dopamin, einem Botenstoff, ab und das Verhältnis zwischen Dopamin und Acetylcholin wird gestört. Dadurch können verschiedene andere Botenstoffe, sogenannte Neurotransmitter, nicht mehr produziert werden, was letztlich zu Bewegungsstörungen oder auch Störungen im psychischen Bereich führen kann. Der Grund für das Absterben der Gehirnzellen konnte bis zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschließend erforscht werden. Daher hat niemand einen unmittelbaren Einfluss darauf, ob die Krankheit bei einem Selbst entsteht oder nicht. Man kann allerdings selbst einiges zur Vorbeugung, das heißt zur Verringerung des Risikos unternehmen. Die beste Vorbeugung ist, mental aktiv zu bleiben.
Geistige Aktivität kann Parkinson vorbeugen
Durch Lesen, Kreuzworträtsel lösen oder Reisen können Gehirnzellen lernen, „andere“ Aufgaben zu übernehmen. Die Hauptsache bei diesen Aktivitäten ist, dass das Gehirn neue Informationen erhält. Auch körperliche Bewegung – schon leichtes Spazierengehen hilft – führt dazu, dass das Gehirn flexibel bleibt. Somit kann ein möglicher Eintritt der Krankheit verzögert werden. Die Krankheit selbst kann mit diesen Maßnahmen deutlich weniger schwer verlaufen. Mittlerweile ist es erwiesen, dass gewisse Schwermetalle, Insektizide und Pestizide das Entstehen der Parkinsonkrankheit fördern können. Das Meiden dieser Stoffe ist daher ein essenzieller Bestandteil der Vorbeugung.
Frühe Behandlung ist nötig
Ein anderer großer Einflussfaktor ist die genetische Veranlagung. Man sollte schon bei den ersten Anzeichen der Krankheit zum Arzt gehen, damit eine Behandlung aufgenommen werden kann. Abgestorbene Gehirnzellen sind nicht regenerierbar, das bedeutet, die Aufgaben und Informationen, die in dieser Zelle vorhanden waren, sind unwiederbringlich verloren. Ein Hauptforschungsfeld vieler Universitätskliniken rund um den Erdball ist mittlerweile die Untersuchung der Parkinsonkrankheit. Man konnte bereits verschiedene Gene herausfiltern, die für die Entstehung von Parkinson verantwortlich sein könnten. Doch bis erste größere Erfolge erzielt werden oder die Krankheit gar heilbar sein wird, werden noch einige Jahre, wenn nicht sogar Jahrzehnte vergehen.