Praktikum im Ausland

Wer viel Glück und die nötigen Kenntnisse hat, bekommt die Chance, sich bei einem Praktikum im Ausland zu bewähren.


In vielen Studienordnungen ist ein Praktikum im Ausland vorgeschrieben, da diese praktische Erfahrung die meist sehr theoretisch angelegte Ausbildung ergänzen soll. Sinnvoll ist eine Beschäftigung im Ausland aber auch für jeden anderen.

Vorteile für das Berufsleben
Hauptvorteil ist sicherlich, dass man bereits vor dem ersten festen Job wichtige Berufserfahrung sammeln kann. Man erwirbt somit entscheidende Zusatzqualifikationen, die Vorteile gegenüber anderen Bewerbern einbringt. Hinzu kommt, dass die durch die Ausbildung erworbenen theorethischen Kenntnisse durch praktische Erfahrungen ergänzt werden. Der Praktikant gewinnt Kompetenzen im Umgang mit anderen Lebensanschauungen, Religionen und Ansichten und Menschen aus einem anderen Kulturkreis. Hinzu kommt die persönliche Weiterentwicklung, denn von einem Tag auf den anderen ist man auf sich allein gestellt, muss Probleme selbstständig angehen und Lösungen finden. Auch neue Arbeitsweisen und der Blick in anders strukturierte Tagesabläufe helfen, später in großen, international tätigen Unternehmen größere Chancen zu haben.

Selbst suchen oder über Agentur?
Der einfachste Weg an ein Auslandspraktikum zu kommen, ist eine Agentur mit der Vermittlung zu beauftragen. Aber Vorsicht: Auch hier lauern schwarze Schafe. Deshalb ist es unerlässlich, sich im Vorfeld über die betreffende Agentur zu informieren. Wichtige Aspekte sind etwa die Größe der Organisation, Erfahrung, Zahlungsmodalitäten, der Ablauf und die Referenzen. Folgende Frage sollten unbedingt mit „Ja“ beantwortet werden können.

  • Gibt es persönliche Kontakte zu Praktikumsbetrieben vor Ort?
  • Ist eine individuelle Betreuung vorhanden und werden Wünsche berücksichtigt?
  • Trägt die Agentur Sorge, dass man nach Abschluss ein Praktikumszeugnis erhält?

Großer Nachteil, wenn man sich die eigenständige Suche nach einem passenden Praktikum ersparen möchte, sind die teilweise sehr hohen Kosten. Die Vermittlungskosten betragen je nach Dauer des Praktikums zwischen 400 Euro und 1800 Euro. Praktikum im Ausland: Die Bewerbung Wie generell bei Bewerbungen sollte auch eine Auslandsbewerbung sorgfältig und fehlerfrei verfasst sein, natürlich möglichst in der Landessprache. Es sollte zusätzlich darauf geachtet werden, dass die Bewerbung entsprechend dem ausgeschriebenen Praktikum und den Landessitten geschrieben ist. Dieses gilt besonders für den Lebenslauf, hier gibt es je nach Land unterschiedliche Gepflogenheiten. Legen Sie einen internationalen Antwortschein und adressierten Rückumschlag bei. Besonders wichtig bei einer Auslandsbewerbung ist der sogenannte „letter of motivation“, in dem erklärt werden sollte, warum man der ideale Kandidat für das Praktikum ist. Aspekte, die angesprochen werden sollten, sindUmfang der Sprachkenntnisse

  • Vergütungswunsch (Bewerber, die ein entgeltloses Praktikum ableisten können, werden bevorzugt)
  • Welche Tätigkeiten könnten Sie in dem Praktikum übernehmen?
  • Wie sehen die Vorbereitungen auf das Praktikum aus?
  • Welche Qualifikationen befähigen Sie zu diesem Praktikum?