Preis für Malerarbeiten: Lassen Sie sich nicht übers Ohr hausen

Der Preis für Malerarbeiten wird durch die Verrechnung der Löhne und Qualitätsmaterial bestimmt und liegt weit höher als viele erwarten würden.


Wer einen Fachbetrieb beauftragt, seine Wohnung neu zu streichen oder zu tapezieren, wundert sich schnell, welche Preise zusammen kommen. Der Laie orientiert sich an den Preisen für Farben im Baumarkt und kann sich nicht vorstellen, mit welchen Preisen ein Fachbetrieb kalkulieren muss. Über den Preis für Malerarbeiten kursieren absurde Vorstellungen.

Vor allem die Löhne beeinflussen den Preis für Malerarbeiten

  • Bei einer soliden Kalkulation wird ein Fachunternehmen neben den Materialpreisen vor allem die Löhne berücksichtigen müssen. Wie bei anderen Handwerksbetrieben auch ist der tatsächlich gezahlte Stundenlohn – auf den ja noch der Arbeitgeberanteil der Sozialabgaben kommt – nur Ausgangsgrundlage.
  • Fachbetriebe verrechnen die Stundensätze ihrer Mitarbeiter mit Beträgen zwischen 35 und 40 Euro. Und ein Zimmer mit der Durchschnittshöhe von 2,50 Meter braucht seine Zeit, um fachmännisch hergerichtet zu werden. Das fängt mit dem Abdecken der Möbel und des Fußbodens an, das natürlich auch berechnet wird, und setzt sich mit dem Abwaschen von Decken und Wänden fort. Ein Fachmann trägt die Farbe zweimal auf. Mit einem Raum hat ein Malergehilfe mindestens zwei Arbeitstage zu tun.

Die Löhne müssen bei dem Preis für Malerarbeiten verrechnet werden

  • Ein Fachbetrieb rechnet nicht mit den Preisen aus dem Baumarkt. Die dort angebotenen Farben, Tapeten und sonstigen Artikel für die Wohnungsverschönerung sind sicherlich gut. Sie entsprechen aber nicht dem, was sich ein Fachmann vorstellt. Er kauft seine Waren beim Malergroßhandel. Da gelten ganz andere Preise. Gute Farbe kostet dort circa 70 bis 150 Euro pro Eimer. Verbraucht werden pro Quadratmeter etwa 200 Milliliter.
  • Eine Faustregel sagt, dass der Quadratmeter mit 3,30 Euro malgenommen werden muss, um zu den Quadratmeterpreisen eines Fachmannes zu kommen. Besonders teuer – weil äußerst schwierig – ist das Lackieren von Fenstern und Türen.
  • Laien vergleichen solche Preise gern mit den Forderungen von Schwarz-arbeitern. Die nehmen mal eben zehn Euro die Stunde und besorgen sich billigste Farbe aus dem Baumarkt. Damit kann ein Fachbetrieb natürlich nicht konkurrieren.
  • Zu bedenken ist beim Preis für Malerarbeiten, dass im Rahmen der Steuervergünstigungen für Haushaltsnahe Dienstleistungen zurzeit noch Handwerkerrechnungen mit zwanzig Prozent unmittelbar von der Steuerschuld abgezogen werden können. Aber es muss eben eine ordnungsgemäße Rechnung vorliegen. Und es sind auch nur die Löhne – nicht also die Materialkosten – abzugsfähig. Immerhin lohnt es sich auf diese Weise einen Fachbetrieb zu beschäftigen.