Preise verhandeln: Die richtige Strategie fürs Feilschen

Wer sich das Feilschen nicht traut, ist selber Schuld. Auch wenn um Preise verhandeln nicht typisch in unserer Kultur ist, es lohnt sich dennoch es zu versuchen.


Wer kennt nicht die Situation aus dem Urlaub. Kaum betritt man irgendeinen Souvenir-Shop in der Türkei, in Ägypten oder anderen arabischen Ländern, und schon fängt der Kampf an, das Feilschen. Ohne dass man auch nur die geringste Ahnung hat, wieviel der Gegenstand in Wahrheit kostet, versucht man sich doch irgendwie zu einem geringeren Preis vorzutasten. Wenn wir es nun mittlerweile im Urlaub gelernt haben, warum wenden wir es denn nicht auch zuhause an?

Falsche Scham vergessen
Vergessen Sie ihre Angst und Scham nach wenn Sie Preise verhandeln. Die meisten Händler sind durchaus bereit, sich auf ein Gespräch einzulassen. Es ist sogar gesetzlich erlaubt zu verhandeln! Wenn Sie sich an einige strategische Feinheiten halten und stets höflich bleiben, besteht auch kein Grund, warum es Ihnen nicht gelingen sollte, zu einer Übereinkunft zu kommen.

Die golden Regeln zum Feilschen
Schon der Zeitpunkt, zu dem Sie einkaufen möchten, kann über den Ausgang des Verhandelns bestimmen. Kein Verkäufer möchte sich in den in den Haupteinkaufs-Zeiten oder kurz vor Ladenschluss auf ein längeres Gespräch mit einem Kunden einlassen, wenn der Laden voll ist und alle unter Stress stehen. Gehen Sie lieber vormittags unter der Woche los.
Geben Sie dem Verkäufer stets das Gefühl, er habe die Zügel in der Hand. Das erreichen Sie durch das Stellen vieler Fragen zu dem Produkt. Weiterhin hilft es ungemein einen persönlichen Kontakt herzustellen, indem man beispielsweise etwas über die Gründe erzählt, warum man sich für dieses Produkt interessiert oder nach der persönlichen Meinung der Verkäufers fragt. Wenn eine „Vertrauensbasis“ geschaffen ist, sind Menschen grundsätzlich eher bereit Kompromisse einzugehen und nachzugeben.

Gratis-Geschenke statt Rabatt
Lassen Sie sich auch Zeit mit dem Gespräch. Stressiges auf die Uhr schauen oder drängeln, schafft eine unangenehme Atmosphäre und das Gespräch kann sich gar nicht entwickeln.
Wenn Sie Preise verhandeln wollen, ist es sehr wichtig auch die eigenen realistischen Preisvorstellungen zunächst für sich zu behalten. Auch wenn es wichtig ist, realistisch zu bleiben, ist es besser, wenn Sie beginnen nach einem größeren Rabatt zu fragen, als sie tatsächlich erwarten. Eine Ermäßigung um 50 Prozent ist sehr unwahrscheinlich, 10 bis 15 Prozent dagegen im Rahmen des Möglichen. Versteifen Sie sich nicht allein auf Preisnachlässe. Oft gibt es die Möglichkeit stattdessen Geschenke oder zusätzliche Serviceleistungen zu bekommen.