PRIND - das prolongierte reversible ischämische neurologische Defizit

Der PRIND ist ein Vorbote eines Schlaganfalls, er muss daher unbedingt ernstgenommen werden. Die Symptome ähneln einem Schlaganfall.


Das prolongierte reversible ischämische neurologische Defizit (PRIND) stellt eine Durchblutungsstörung im Gehirn dar. Auch hierbei handelt es sich um einen Vorboten des Schlaganfalls.

Symptome
Die körperlichen Anzeichen dafür sind prinzipiell dieselben wie beim Schlaganfall beziehungsweise einer transitorisch ischämische Attacke (TIA). Bei der TIA bilden sich die neurologischen Ausfälle, die die Minderdurchblutung hervorgerufen hat, wieder vollständig zurück. Der Unterschied zur TIA ist lediglich der, dass die Symptome länger anhalten. Während sich bei der TIA nach höchstens 24 Stunden wieder alles normalisiert, dauert das PRIND länger als einen Tag, maximal eine Woche. Bis zur vollständigen Rückbildung der Anzeichen können gar bis zu drei Wochen vergehen.

Allerdings ist der Begriff PRIND in der Medizin in jüngster Zeit nicht mehr allzu gebräuchlich. Der Grund hierfür ist in der klassischen Definition des Schlaganfalls zu suchen. Diese enthält, dass die Symptome, die ja bei allen drei Arten der Durchblutungsstörung gleich oder ähnlich sind, die 24-Stunden-Grenze überschreiten. Dies ist sowohl bei einem ausgeprägten Schlaganfall als auch bei einem PRIND der Fall. Ob sich die Symptome danach wieder vollständig zurückbilden oder nicht, steht auf einem anderen Blatt. Die Vorgehensweise ist hier nicht eindeutig festgelegt.