Private Krankenversicherung für Arbeitnehmer - Informationen und Tarife

Die private Krankenversicherung für Arbeitnehmer bietet einige Vorteile, ist jedoch erst ab einem Einkommen von über 47.250 Euro pro Jahr möglich.


Sowohl Arbeiter als auch Angestellte sind Arbeitnehmer, da sie nicht selbstständig tätig werden, sondern ihre Leistung gegen Entgelt einem Unternehmen zur Verfügung stellen. Die private Krankenversicherung für Arbeitnehmer muss somit in einigen Bereichen anders strukturiert sein, als die eines Selbstständigen oder Freiberuflers.

Versicherungspflicht für Arbeitnehmer
Nur wer im Angestelltenverhältnis ein höheres Bruttoeinkommen als 47.250 Euro pro Jahr verdient, kann eine private Krankenversicherung für Arbeitnehmer abschließen. Mit dem Jahreswechsel 2010/2011 wurde das Moratium der Drei-Jahresfrist aufgehoben. Unter einem Moratium wird eine so genannte aufschiebende Bedingung verstanden, das heißt, dass das Recht zum Wechsel von der gesetzlichen in die private Krankenversicherung erst dann möglich war, wenn das Einkommen drei Jahre hintereinander oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze lag. Durch die Aufhebung der aufschiebenden Bedingung ist einem Arbeitnehmer seit Jahresbeginn 2011 nach einem Jahr mit entsprechendem Verdienst der Versicherungstausch gestattet.

 

Gerade Singles haben eine spürbare Beitragsersparnis, wenn sie Mitglied in einer privaten Krankenkasse werden, aber auch für Angestellte mit Familie kann es sich durchaus rechnen. Ein Wechsel ist jeweils zum ersten Januar des Folgejahres möglich, ein außerordentliches Kündigungsrecht besteht nur dann, wenn die gesetzliche Krankenversicherung den Beitragssatz erhöht. Wer den Wechsel von der Pflichtversicherung in die private Krankenversicherung für Arbeitnehmer beabsichtigt, sollte die Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung erst dann kündigen, wenn die Annahme des Antrags zur Krankenversicherung durch den Versicherer bestätigt wurde.

Welche Absicherung bei einem Arbeitnehmer mindestens vorhanden sein sollte
Die private Krankenversicherung für Arbeitnehmer bietet einige Vorteile, allerdings sollte ein Wechsel dennoch gut überlegt sein. Wer älter als 35 Jahre ist, zahlt häufig sehr hohe Beiträge, dasselbe gilt für Menschen mit Vorerkrankungen. Liegt der Beitrag deutlich über 500 Euro pro Monat, ist ein Verbleib in der gesetzlichen Krankenversicherung in Verbindung mit einer privaten Zusatzversicherung sicher die bessere Lösung. Die Grundabsicherung in der privaten Krankenversicherung für Arbeitnehmer entspricht in etwa den Leistungen der gesetzlichen Krankenversicherung mit einigen kleineren Verbesserungen, wie zum Beispiel der freien Arzt- und Klinikwahl, dem Wegfall der Praxisgebühren oder verbesserten zahnärztlichen Leistungen.

 

In den privaten Versicherungsschutz integriert werden, muss auf jeden Fall ein Krankentagegeld ab der siebten Woche, da bei einer längeren, ärztlich attestierten Erkrankung der Arbeitgeber maximal sechs Wochen zur Lohnfortzahlung verpflichtet ist, danach zahlt normalerweise die gesetzliche Krankenkasse ein Krankentagegeld. Ebenfalls sinnvoll ist das Krankenhaustagegeld bei der privaten Absicherung, da es einige Kosten während eines Krankenhausaufenthaltes deckt, die in keinem Tarif enthalten sind, wie etwa Telefon, private Fahrten und Ähnliches. Ein Nachteil der privaten Krankenversicherung für Arbeitnehmer ist, dass mit „normalen“ Kosten zum Beispiel für Medikamente, Hausarztbesuche und Ähnliches in Vorlage getreten werden muss. Die Versicherungen erstatten das Geld erst später.

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