Private Krankenversicherung für Auszubildende - Informationen und Tarife

Die private Krankenversicherung für Auszubildende gibt es nur als Zusatzversicherung, während der Ausbildungszeit sind sie pflichtversichert.


Viele Schüler, die durch die Eltern in einer privaten Krankenkasse abgesichert waren, würden gerne diesen hochwertigen Schutz auch in der Ausbildungszeit beibehalten und suchen nach einem Tarif für eine private Krankenversicherung für Auszubildende. Da sie aber als Azubi, egal ob in kaufmännischen oder in handwerklichen Berufen, durch den Arbeitgeber per Gesetz pflichtversichert sind, können sie lediglich durch eine entsprechende Zusatzversicherung die Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen aufstocken.

Beibehaltung eines privaten Krankenversicherungsschutzes
Der Gesetzgeber untersagt eine private Krankenversicherung für Auszubildende, so können auch Azubis, die bis zum Beginn der Ausbildungszeit privat versichert waren, ihren Schutz nur durch eine so genannte Anwartschaft für später Zeiten sichern. Sinn macht dies insofern, als dass die Anwartschaft dann bei einem Einkommen oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze oder bei der Aufnahme einer selbstständigen Tätigkeit einen problemlosen Wiedereintritt in die private Krankenkasse ohne erneute Gesundheitsprüfung ermöglicht.

Dabei spielt es keine Rolle, ob sich während der Wartezeit ein schwerer gesundheitlicher Schaden oder eine chronische Erkrankung entwickelt hat, der gewählte Tarif, für den während der Anwartschaft die Beträge gezahlt wurden, wird ohne Risikozuschläge aktiviert. Deshalb ist für die Zeit der Anwartschaft ein möglichst hochwertiger Tarif wertvoll, eine Herunterstufung der Leistungen zum Aktivierungszeitpunkt stellt kein Problem dar, für eine Erhöhung verlangen einige Kassen aber einen erneuten Gesundheitscheck.

Um in den Genuss einer besseren Versorgung zu gelangen, besteht die Möglichkeit während der Dauer der Pflichtversicherung die private Krankenversicherung für Auszubildende in Form einer Zusatzversicherung abzuschließen.

Private Zusatzversicherung für Auszubildende
Je jünger ein Mensch beim Eintritt in die private Krankenkasse ist, desto günstiger sind die verschiedenen Tarife. In der Regel beginnen Schüler unmittelbar nach dem Schulabschluss mit ihrer Ausbildung, also durchschnittlich zwischen dem 16. und dem 20. Lebensjahr, sodass sie sich noch zu moderaten Preisen privat versichern können.

Egal, ob Kind, Jugendlicher oder junger Erwachsener, vor der Aufnahme in eine private Krankenversicherung steht der, durch die Versicherung geforderte, Gesundheitscheck. Dieser erfolgt in der Regel mittels Fragebogen und einer Freigabe für die Auskunft durch den Hausarzt. Bestehen Zweifel am Gesundheitszustand, kann die Kasse eine ärztliche Untersuchung durch einen ihrer Vertrauensärzte fordern. Es ist nicht ungewöhnlich, dass bei den Untersuchungen für die Aufnahme in eine private Krankenversicherung ein bis dato verstecktes Leiden zum Vorschein kommt.

Wie bei der privaten Vollversicherung hat der Versicherer im Falle einer Erkrankung die Wahl, entweder den Antrag für die private Krankenversicherung für Auszubildende in Form der Zusatzversicherung oder der Anwartschaft für spätere Zeiten abzulehnen, respektive einen entsprechenden Risikozuschlag auf den Tarif aufzuschlagen. Schwer und chronisch Kranke sind generell nicht versicherbar, auch wenn sich in jungen Jahren noch keine Beschwerden zeigen.