Private Krankenversicherung für Journalisten - Informationen und Tarife

Gesetzliche Krankenkasse, Künstlersozialkasse oder private Krankenversicherung für Journalisten - Sie haben die freie Auswahl.


Für angestellte Journalisten und Redakteure gelten die Gesetze zur gesetzlichen Krankenversicherung, während als Unternehmer tätige Presseleute wählen können, wie sie sich Krankenversichern. Im Gegensatz zu anderen Selbstständigen haben sie statt zwei Möglichkeiten drei, eine freiwillige Mitgliedschaft in einer gesetzlichen Krankenkasse, eine Mitgliedschaft in der Künstlersozialkasse oder die private Krankenversicherung für Journalisten. Für freie Journalisten, Publizisten und Künstler besteht eine Versicherungspflicht in der Künstlersozialkasse.

Besonderheiten der Künstlersozialkasse

  • Arbeitet ein Journalist als selbstständiger Unternehmer, so gelten für ihn die gleichen Regeln wie für andere Selbstständige, dazu gehört auch die Krankenversicherungspflicht. Viele Versicherungsgesellschaften haben besondere Tarife für Journalisten, eine freiwillige Mitgliedschaft in der gesetzlichen Krankenversicherung ist ebenso möglich.
  • Die Künstlersozialkasse ist eine Alternative zu den beiden anderen Kassen, die lediglich Journalisten und Künstler wählen können, anderen Berufszweigen ist sie verwehrt. Bei ihr handelt es sich um eine Solidargemeinschaft mit der Besonderheit, dass sie wie ein Arbeitgeber die Hälfte der Kosten für die gesetzlichen Sozialversicherungsbeiträge übernimmt und somit den freien Journalisten sozialversicherungstechnisch dem Angestellten gleichstellt.
  • Lediglich freie Journalisten, die frisch ins Berufsleben eintreten, können sich von der Pflichtmitgliedschaft in der Krankenversicherung befreien lassen und sich für die private Krankenversicherung für Journalisten entscheiden, die Rentenversicherungspflicht bleibt allerdings bestehen.
  • Die Künstlersozialkasse agiert in diesem Fall ebenfalls wie ein Arbeitgeber und zahlt dem Journalisten einen Zuschuss. Liegt das Jahreseinkommen der freien Journalisten, Künstler und Publizisten jedoch über der Betragsbemessungsgrenze, sind auch sie von der Versicherungspflicht in der Künstlersozialkasse befreit.

Tarife für die private Krankenversicherung für Journalisten

  • Als Privatunternehmen sind die Krankenkassen in ihrer Tarifgestaltung frei, sodass sich die Angebote der verschiedenen Versicherer nicht nur im Tarifwerk, sondern auch bei den Preisen durchaus gewaltig unterscheiden können.
  • Einige Versicherungen bieten für Journalisten Spezialtarife an, gemeinsam ist allen, dass es sowohl Tarifpakete als auch Einzeltarife gibt. Je nach Wunsch und Budget kann zwischen einer einfachen Absicherung, entsprechend den Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen mit einigen wenigen Sonderleistungen, einer mittleren Absicherung wie Zweibettzimmer, Chefarztbehandlung oder Ähnlichem, sowie einer Exklusivabsicherung mit allen nur möglichen Extras gewählt werden.
  • Eine Zusammenstellung aus Einzeltarifen ist dabei in der Regel deutlich teuer als die Wahl des entsprechenden Pakets, wobei die Versicherungspakete gegenüber den Einzeltarifen etwas in der Leistung reduziert sind. Wird speziell die private Krankenversicherung für Journalisten angeboten, so ist dieser Spezialtarif auf den Presseberuf abgestimmt und enthält eine Absicherung der berufsspezifischen Risiken, beziehungsweise ist um die in dieser Sparte eher selten eintretenden Erkrankungen leistungstechnisch abgespeckt.
  • Eine Ergänzung durch Einzeltarife zur Absicherung besonderer Risiken ist bei vielen Versicherern möglich, auch die Angebote bezüglich Kranken- und Krankenhaustagegeld entsprechen den berufsspezifischen Anforderungen.