Private Krankenversicherung für Kleinkinder - Informationen und Tarife

Unter bestimmten Voraussetzungen können Eltern eine private Krankenversicherung für Kleinkinder abschließen, die im Vergleich zur GKV Zusatzleistungen bietet.


Angesichts der immer spärlicheren Leistungen der gesetzlichen Krankenkasse stellt sich für viele Eltern die Frage, ob sie ihr Kleinkind zu seinem eigenen Wohl nicht lieber privat versichern sollen. Eine private Krankenversicherung für Kleinkinder ist bei Vorliegen der Voraussetzungen durchaus möglich und sinnvoll.

Voraussetzungen und Kosten
Um ein Kleinkind in einer privaten Krankenkasse zu versichern, müssen die Eltern bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Sind beide Elternteile privat versichert, stellt sich zunächst keine Alternative. Dies sieht anders aus, wenn nur eines der Elternteile in der privaten Krankenkasse versichert ist und das andere hingegen in einer der gesetzlichen Krankenkassen. Liegt das Jahresarbeitsentgelt des privat versicherten Elternteils unter der Grenze von 49.950 Euro haben die Eltern die Wahl, das Kleinkind entweder beitragsfrei in der gesetzlichen Familienversicherung aufnehmen zu lassen oder freiwillig in die private Krankenversicherung für Kleinkinder zu einem niedrigen Beitragssatz aufzunehmen.

Die Alternative zur beitragsfreien Familienversicherung entfällt dann, wenn das Jahresarbeitsentgelt des privat versicherten Elternteils über der Bemessungsgrenze liegt. Dann muss auch bei einer Versicherung in der gesetzlichen Krankenkasse ein Beitrag gezahlt werden. Der Antrag auf Aufnahme in die private Krankenversicherung muss ohne Aufschläge und Prüfungen im Rahmen der Leistungsvereinbarung des versicherten Elternteils erfolgen, wenn er innerhalb von zwei Monaten nach der Geburt gestellt wird. Erfolgt er später, können die privaten Krankenkassen die Tarife individuell anpassen. In diesem Fall muss dann auch mit Risikoaufschlägen bei kranken Kleinkindern gerechnet werden.

Leistungen
Die private Krankenversicherung für Kleinkinder ist in den überwiegenden Fällen umfangreicher als die gesetzliche Versicherung. Viele Vorsorgeuntersuchungen und Impfungen sind im Leistungskatalog der gesetzlichen Kassen nicht mehr mit aufgeführt und die Eltern bleiben auf den Kosten sitzen. Hinzu kommt, dass es zu besonderen Hilfsmitteln wie Brillen oder Zahnspangen keine oder nur noch sehr geringe Zuschüsse von den gesetzlichen Krankenversicherungen gibt. Je nach Tarif des Elternteils übernimmt die private Krankenversicherung für Kleinkinder diese Leistungen in voller Höhe. Auch wenn der privat versicherte Elternteil nur einen Basistarif abgeschlossen hat, können die Eltern alle zusätzlichen Leistungen durch besondere Vereinbarungen noch hinzukaufen. Die Kleinkinder sind rundum abgesichert.

Auf der anderen Seite liegt der Nachteil natürlich darin, dass die private Krankenversicherung für Kleinkinder nicht kostenfrei wie die Familienversicherung der gesetzlichen Krankenkassen ist. Die Beiträge reichen je nach Tarif im Durchschnitt von 60,00 Euro bis 120,00 Euro. Der Beitrag ist für jedes Kind separat zu zahlen und nicht abhängig vom Einkommen der Eltern. Dieser relativ niedrige Wert ergibt sich daraus, dass für Kinder noch keine Altersrückstellungen gebildet werden. Dies erleichtert den Kindern später die eigene Wahl zwischen einer privaten und einer gesetzlichen Krankenversicherung zu treffen.