Private Krankenversicherung für Rechtsanwälte - Informationen und Tarife

Da Anwälten die Wahl einer Krankenversicherung frei steht, verlangt es stets eine Abwägung, ob die private Krankenversicherung für Rechtsanwälte der gesetzlichen vorzuziehen ist.


Der Beruf des Anwalts wird der Beschäftigungsgruppe der freien Berufe zugeordnet. Somit besteht keine Pflichtmitgliedschaft in einer gesetzlichen Krankenversicherung und dem Anwalt steht es frei, sich für ein Versicherungsmodell zu entscheiden. Jedoch sollte die Auswahl des Versicherungsträgers bereits zu Beginn des Berufslebens wohl überlegt sein. So beinhaltet eine private Krankenversicherung für Rechtsanwälte günstige Tarife für Berufsanfänger, die in ihrem Beruf nach dem Staatsexamen durchstarten möchten.

Gesetzliche Krankenversicherung
Anwälte, die sich nicht für eine private Krankenversicherung entscheiden, können sich als freiwilliges Mitglied in einer gesetzlichen Krankenkasse versichern. Als Selbstständige erhalten diese jedoch in der gesetzlichen Krankenversicherung keinen Zuschuss auf die Versicherungsprämien, wie es bei einem Angestelltenverhältnis der Fall wäre. Somit haben die Anwälte ihre Prämien selber zu tragen. Insbesondere fällt das Leistungsspektrum bei der gesetzlichen Krankenversicherung im Vergleich zur privaten Krankenversicherung erheblich kleiner aus. Da sich der gesetzliche Beitragssatz am Einkommen des Versicherten orientiert, zahlen die Besserverdiener wesentlich mehr für Grundleistungen.

Private Krankenversicherung
Rechtsanwälte verfügen aufgrund ihres Status als Freiberufler über das Sonderrecht, sich unabhängig vom Einkommen, von der gesetzlichen Krankenversicherung zu befreien und zur privaten Krankenversicherung zu wechseln. Die Befreiung gilt unwiderruflich, sofern sich am Einkommen oder dem Beschäftigungsverhältnis nichts ändert.

Gerade die Selbstständigen und Freiberufler profitieren oft von den günstigen Tarifen der privaten Krankenversicherung. Während sie in der gesetzlichen Krankenversicherung den Höchstsatz bezahlen, kann ein umfassender Versicherungsschutz der privaten Krankenversicherung erheblich günstiger gewährleistet werden. Die Prämien der privaten Krankenversicherung richten sich nach dem Alter, dem Gesundheitszustand und dem Geschlecht der zu versichernden Person.

Vor der Aufnahme in die private Krankenversicherung muss jedoch eine Gesundheitsprüfung abgelegt werden, diese ist für die Höhe der Versicherungsbeiträge maßgeblich. Private Krankenversicherungen bieten zudem einen umfangreichen Leistungskatalog an, der an die individuellen Anforderungen und Bedürfnisse angepasst werden kann. Je nach gewählten Leistungen können die Versicherungsprämien stark variieren.

Zusatzleistungen
Anwälte, die sich gegen eine PKV entschieden haben, sind erheblich von der stetigen Abnahme vieler Leistungen in der gesetzlichen Krankenversicherung betroffen. Der Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung ist aufgrund der staatlichen Bestimmungen ständigen finanziellen Einflussfaktoren ausgesetzt. So kam es in den letzten Jahren zu erheblichen Kürzungen im Leistungsbereich der gesetzlichen Krankenversicherungen.

Die private Krankenversicherung für Rechtsanwälte bietet den Versicherungsnehmern zahlreiche Zusatzleistungen an, die den gesetzlichen Leistungsumfang ausgleichen und erweitern können. Somit können sämtliche Behandlungskosten, wie etwa im Bereich der Zahnersatzversorgung gewährleistet werden. Durch eine Zusatzversicherung gelangt der Versicherte zu einem umfangreichen Versicherungsschutz, wie er in einer privaten Krankenversicherung üblich ist.