Private Krankenversicherung für Referendare - Informationen und Tarife

Die private Krankenversicherung für Referendare bietet einige Vorteile, doch sie birgt auch Gefahren, die nicht unterschätzt werden sollten.


Referendare gehören in der Regel zu den Beamtenanwärtern und sind nach ihrer Übernahme in den öffentlichen Dienst beihilfeberechtigt. Doch Bund und Länder sind inzwischen dazu übergegangen, nicht mehr alle Referendare in den Beamtenstatus zu übernehmen, sondern als Angestellte im öffentlichen Dienste anzustellen, was dazu führt, dass viele unter die Regelungen der Sozialgesetzgebung fallen und an die Betragsbemessungsgrenzen gebunden sind. Während der circa zwei Jahre dauernden Referendarzeit können sie sich jedoch auf jeden Fall mit einer privaten Krankenversicherung für Referendare absichern.

Referendar mit Übernahmezusage in den Beamtenstatus
Besteht bereits am Anfang der Ausbildungszeit eine Zusage zur Übernahme in den Beamtenstatus, ist es auf jeden Fall sinnvoll, eine private Krankenversicherung für Referendare abzuschließen, die nach der Übernahme in eine Beihilfeversicherung umwandelbar ist. Viele Referendarzeiten enden während des laufenden Jahres, zum Beispiel bei Anwärtern der Lehrerschaft mit Beginn der Sommerferien. Die Übernahme erfolgt aber in der Regel erst zum Beginn des kommenden Schuljahres, sodass auf jeden Fall ein Versicherer gewählt werden muss, der diese Zeiten berücksichtigt.

 

Da ein Statuswechsel bei einem Großteil der Versicherungen nur zum neuen Jahr möglich ist, müsste der frischgebackene Beamte also länger als nötig die Kosten für eine Vollversicherung tragen. Die Beihilfe übernimmt je nach Dienstherrn zwischen 50 und 80 Prozent der Auslagen im Krankheitsfall und entspricht in den Leistungen ungefähr denen einer gesetzlichen Krankenversicherung. Die Beihilfetarife der privaten Krankenversicherungen ergänzen dies entsprechend, sodass bei der richtigen Tarifwahl der Beamte keinerlei Restkosten zu tragen hat. Eine Verpflichtung zum Abschluss oder der Weiterführung einer Zusatzversicherung besteht für Beamte nicht, da sie durch den Staat eine Minderstabsicherung haben, auch wenn sie während der Ausbildung die private Krankenversicherung für Referendare abgeschlossen hatten.

Private Krankenversicherung für Referendare - Nachteile
Auch der Referendar muss bis zu einer gewissen Höhe mit den Auslagen für seine Behandlung in Vorlage treten, steht allerdings zum Beispiel eine Operation an, ist ein Kostenvorschuss beantragbar. Die Abrechnung und Kostenerstattung der ärztlichen Behandlungen und Medikamente erfolgt durch die Krankenkasse nach Einreichen der Rechnung, wobei diese bis zu einer gewissen Höhe zu sammeln sind.

 

In der Regel wird ein Mindestbetrag von 200 Euro gefordert, das heißt: Beläuft sich eine Rechnung auf 250 Euro kann diese auch als Einzelrechnung eingereicht werden, lautet sie 180 Euro besteht eine Wartepflicht auf weitere Rechnungen, bis der Mindestbetrag erreicht ist. Ganz wichtig ist es, darauf zu achten, dass die private Krankenversicherung für Referendare nicht aufgrund des Alters während der Ausbildungszeit in eine normale Vollversicherung umgewandelt werden kann, da die Altersgrenze für Ausbildungsversicherungen erreicht ist. Diese Grenze liegt je nach Versicherer zwischen 34 und 39 Jahren.

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