Private Zahnzusatzversicherung - eine Investition für Ihre Gesundheit

Die gesetzliche Krankenversicherung zahlt seit Jahren nur noch die absolute Basisversorgung, wer sich absichern möchte sollte unbedingt eine private Zahnzusatzversicherung abschließen.


Zahnbehandlungen können sehr schnell zu einer kostspieligen Angelegenheit werden. Für eine hochwertige Behandlung kann sich der Eigenanteil - je nach Leistung - für jeden Zahn auf mehrere hundert Euro belaufen. Sind mehrere Zähne betroffen, können immense Ausgaben entstehen. Aus diesem Grund entscheiden sich immer mehr Versicherte dazu, diese Kosten durch eine private Zahnzusatzversicherung abzusichern.
Dabei ist es zunächst wichtig zu wissen, dass derzeit von keinem Anbieter die entstehen
den Kosten zu hundert Prozent übernommen werden. Eine gewisse Selbstbeteiligung bleibt grundsätzlich bestehen. Zudem gibt es bei der Zahnzusatzversicherung unzählige verschiedene Tarife, die sich in ihren Leistungen und der Höhe der Beiträge stark unterscheiden.

Die gesetzliche Krankenversicherung trägt die Kosten für Zahnersatz nur in einem relativ begrenzten Rahmen. Grundsätzlich werden 50 % der anfallenden Rechnungsbeträge für eine Basisbehandlung übernommen. Dieser Satz kann bis auf 65 % gesteigert werden, wenn für mindestens zehn Jahre durchgängig ein Bonusheft geführt wurde, durch das der Versicherte nachweist, dass regelmäßig Vorsorgeuntersuchungen vorgenommen wurden.

Viele Versicherte wollen sich jedoch nicht mit Basisleistungen zufrieden geben, sondern auf hochwertigere Lösungen wie zum Beispiel Inlays oder Implantate zurückgreifen. Da diese Leistungen jedoch um einiges teurer sind als die Standardbehandlung, erhöhen sich auch die Selbstbeteiligungskosten immens. Denn der Zuschuss der Kasse orientiert sich an den Kosten der günstigeren Basisbehandlung und bleibt auf einem Niveau von 35 – 50 %.
Durch eine Zusatzversicherung lässt sich die Höhe des Eigenanteils auf einen niedrigeren Prozentsatz begrenzen.
Die Angebote der verschiedenen Versicherungsunternehmen zur Zahnzusatzversicherung sollten in jedem Fall genau verglichen werden, um den jeweils optimalen Tarif herauszufinden.

Grundsätzlich sind die folgenden Zahlungsmodelle zu unterscheiden:

Übernahme eines festgelegten Prozentsatzes des nach der Kassenleistung verbleibenden Betrages.
Verringerung des Eigenanteils auf einen bestimmten, festgelegten Prozentsatz (zum Beispiel 10 %) des Rechnungsbetrages.

Wichtiger als die Art der Kostenerstattung ist jedoch, welche Leistungen genau übernommen werden. Unternehmen werben oft mit hohen Prozentsätzen von Zuzahlungen, die sich aber nur auf die Gesamtleistungen beziehen. Mitunter sind bei solch stark beworbenen Tarifen sogar die eigentlich kostenintensiven Behandlungsformen (wie Implantate oder Inlays) von der Kostenerstattung ausgenommen.

Versicherungen vergleichen - Worauf muss ich achten?
Deshalb ist es auch beim Abschluss einer Zahnzusatzversicherung unumgänglich, die Leistungen genau zu überprüfen und besonderes Augenmerk auf das Kleingedruckte zu haben. Keinesfalls sollte man sich von scheinbar besonders günstigen Tarifen blenden lassen, die zentrale Kostenpunkte aussparen. Im Zweifelsfall sollte sich jeder Versicherte im Vorfeld von seinem Zahnarzt beraten lassen, welche Leistungen für seinen speziellen Fall von besonderer Bedeutung sind und sich danach das ideale Modell auswählen.
Generell sollten von einer Versicherung neben Inlays und Implantaten auch professionelle Zahnreinigungen und kieferorthopädische Behandlungen übernommen werden. Auch muss darauf geachtet werden, dass möglichst keine Leistungsbegrenzungen (vor allem bei Implantaten) vorgenommen werden und dass sich die Versicherung nicht nur an den Kosten der Regelversorgung beteiligt, sondern an den Gesamtkosten. Denn einige Unternehmen zahlen nur den Regelhöchstsatz der Zahnarzthonorare (den 2,3-fachen Satz). In der Praxis wird aber von den Zahnärzten oft der Höchstbetrag der Gebührenordnung berechnet (der 3,5-fache Satz).
Bei manchen Versicherungsträgern ist auch die regelmäßige Prophylaxe eine Voraussetzung für die Zuzahlung. Unter Umständen sind auch Zahnverblendungen auf eine bestimmte Anzahl begrenzt.

Vorsicht vor dem Kleingedruckten
Bei vielen Unternehmen ist es üblich, für Personen, die eine Versicherung neu abgeschlossen haben, Wartezeiten einzurichten, bis die Leistungen in vollem Umfang in Anspruch genommen werden können. Neben der bei den meisten Versicherungen üblichen achtmonatigen Wartezeit am Anfang des Versicherungsverhältnisses, in der gar keine Leistungen erbracht werden, gibt es noch weitere Einschränkungen.
Viele Unternehmen begrenzen den Höchstsatz der Zuzahlung nach den Jahren der Mitgliedschaft: Zum Beispiel werden im ersten Jahr nur maximal 200,- € zugezahlt, im zweiten 400,- €, im dritten 600,- € und so weiter.
Andere Versicherungsträger haben jährliche Höchstgrenzen, bis zu denen eine Zuzahlung geleistet wird.
Zudem kommt es relativ häufig vor, dass der Versicherte durch den Vertrag zustimmt, auf das ordentliche Kündigungsrecht zu verzichten. So stellen die Versicherungsunternehmen sicher, dass Kunden die Zahnzusatzversicherung in den ersten drei Jahren nicht wieder verlassen können.

Kosten und Leistungen
Die Kosten der Zahnzusatzversicherung hängen wie bei den anderen Zusatzversicherungen neben dem gewünschten Leistungsspektrum auch vom Alter, dem Geschlecht und dem Zustand der Zähne des Versicherten ab. Patienten mit sehr schlechten oder vielen fehlenden Zähnen müssen entweder mit einem Zuschlag rechnen oder können ganz von der Versicherung abgelehnt werden. Auch der Ausschluss bestimmter Leistungen (wie eine vollständige Sanierung des Gebisses) ist denkbar. Ein Anspruch auf Aufnahme in eine private Zahnzusatzversicherung seitens der Antragsteller gibt es nicht.

Nützliches zum Thema:
Forum & Preisvergleich Zahnzusatzversicherung