Ein stetig wachsender Leistungsanspruch bei sinkenden Einzahlungen, lässt die private Zusatzkrankenversicherung immer attraktiver werden.
Der demographische Wandel macht auch vor der gesetzlichen Krankenversicherung nicht Halt. Der immer größer werdende Anteil der älteren, nicht mehr erwerbstätigen Bevölkerung, nimmt stetig zu. Dies hat zur Konsequenz, dass immer weniger Beiträge in den Topf der Versicherungsbeiträge gezahalt werden, aus welchem die Leistungen für die Versicherten entnommen werden. Im Gegenteil, die Leistungen die aus diesem großen gemeinsamen Topf gewährt werden, übersteigen die Einzahlungen in diesen bei weitem. Das hat zur Konsequenz, dass immer mehr Leistungen, welche über das Lebensnotwendige hinausgehen, nicht gezahlt werden. Das lässt dem ersten Anschein nach die private Zusatzkrankenversicherung als zweckmäßig erscheinen. Es besteht für jeden gesetzlich Krankenversicherten die Möglichkeit, eine private Zusatzkrankenversicherung abzuschließen. Ziel ist die Absicherung kostenintensiver Risiken, wie zum Beispiel Kieferorthopädie, Brillen oder Hörgeräte, Krankenhausaufenthalte oder Implantate, um nur einige zu nennen.
Wer in Zukunft ein schiefes Gebiss vermeiden möchte, sollte über eine Zusatzversicherung nachdenken
- Schon heute ist die Antragstellung auf neue Zähne ein Martyrium. Vor allem im Bereich der plastischen Chirurgie scheint eine private Zusatzkrankenversicherung als angebracht.
- Wer über eine private Zusatzkrankenversicherung nachdenkt, liegt absolut im Trend. Gemäß einer Studie der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung), wurde die Entwicklung der privaten Zusatzkrankenversicherung im Vergleich zwischen Deutschland, Österreich, Großbritannien und Dänemark vorgenommen. Seit 1970 ist ein konsequenter Anstieg zu verzeichnen, wobei Deutschland absoluter Spitzenreiter ist. Der prozentuale Anteil der Ausgaben der privaten Versicherungen lag bei 9,2 Prozent der Gesamtausgaben, wobei er in Dänemark beispielsweise bei 1,5 Prozent liegt. Hier spiegeln sich auch die unterschiedlichen demographischen Entwicklungen wieder.
Kassen- und Privatpatienten
- Wer kennt das nicht, langes Warten im Wartezimmer. Wer dies vermeiden möchte, kann auch hier über eine private Zusatzkrankenversicherung nachdenken. Der Gesetzgeber hat zwar durch Gesetzeserlasse den Versuch unternommen, die Priviligierung im Wartezimmer zu unterbinden, jedoch hat war dies ohne merklichen Erfolg.
- Problematisch ist, dass ein Hausarzt für die Behandlung seines Patienten, quartalsweise pauschal 20 bis 30 Euro erhält, egal wie häufig der Patient zur Behandlung erscheint. Anders ist dies bei privat Versicherten, wo ein direktes leistungsabhängiges Abkassieren möglich ist. Unter diesen Gesichtspunkten ist die aktuelle Wartezimmersituation als verständlich anzusehen.