Priwall ist eine Halbinsel, die eine natürliche Grenze zwischen den Bundesländern Mecklenburg-Vorpommern und Schlewsig-Holstein bildet. Bis zum Jahr 1989 wurde diese innerdeutsche Trennlinie sogar mithilfe einer dicken Kette markiert. Heute gehört das Naherholungsgebiet, das zum Ortsteil Travemünde der Hansestadt Lübeck gehört, zu den wenigen Plätzen Deutschlands, die noch Abgeschiedenheit und erholsame Ruhe bieten können. Direkt an der Travemündung und der Lübecker Bucht gelegen, bietet der Blick aus dem Fenster des Ferienhauses oder der Pension einen ungetrübten Blick auf strahlend blauen Himmel und viel blaues Wasser.
Bühne zum Meer
Priwall verspricht grüne und blaue Oasen der Ruhe und Erholung. Bereits das Priwall-Lied berichtet von der Stille und Beschaulichkeit des Ortes. Weitläufige Dünenlandschaften, breite Badestrände und das frische Wasser der Trave laden zum Träumen ein. Setzen Sie sich doch einfach in einen Strandkorb und schauen Sie den Schäfchenwolken bei der Formation neuer Fantasiegestalten zu. Einst übernachteten die Urlauber in Zelten, heute sind komfortable Ferienwohnungen an die Stelle der textilen Helfer getreten. Traditionalisten können aber weiterhin naturnah nächtigen, direkt am Strand von Priwall befindet sich ein großer Campingplatz.
Ein Leben lang ....
Der Hafen Priwalls vermittelt einen ersten Eindruck von der maritimen Beschaulichkeit, die in Travemünde sogar noch um Einiges schöner ist. Setzen Sie sich auf eine Bank und gehen Sie Ihren Geanken nach oder Sie fahren einfach direkt nach Travemünde, um dort beispielsweise den Viermastbark „Passat“ in Augenschein zu nehmen. Das ehemalige Segelfrachtschif wurde zum begehbaren Museum ausgebaut und erzählt Geschichten von Abenteuern auf dem Meer. Das Wahrzeichen Travemündes gehört zu den schönsten Segelschiffen Deutschlands. Wasser-Verliebte können ihre Liebe zum Meer und dem Partner auch mit einer romantischen Traumhochzeit auf der Passat krönen. Eine weitere Sehenswürdigkeit Travemündes ist Deutschlands dienstältester Leuchtturm. Nicht auf den ersten Blick ersichtlich ist ein kleiner Kalauer der Stadtplaner. Diese haben nämlich die Straßen „Backbord“, „Steuerbord“, „Mittschiff“ und „Achterdeck“ so angeordnet, dass der Straßenverlauf das Bild eines Schiffes auf den Stadtplan zeichnet.
Giftige Meeresbewohner
In der Ostseestation Priwall – einer relativ neuen Urlauberattraktion – erfahren Wissensdurstige, wie heimische Meeresbewohner in den Tiefen des Meeres leben. Natürlich können die diversen Fische, Muscheln und Korallen auch live begutachtet werden. Auch das Petermännchen wird gezeigt. Passen Sie gut auf, wenn es an der Reihe ist, denn die kleinen Fische haben eine Laune, die Urlaubern zum Verhängnis werden kann. Petermännchen graben sich in Strandnähe in den Sand oder Schlamm, um bei Kontakt ihr Gift abzugeben. Wenn Ihr Interesse geweckt ist, sollten Sie sich nach einer meereskundlichen Strandwanderung erkundigen, die Sie vor Ort in die letzten Geheimnisse unserer Meeresbewohner einweiht.