Pro Mia und Pro Ana Seiten gefährlich?

Pro Ana Seiten und Pro Mia Seiten finden sich im Internet. Die Mitglieder dieser Bewebung vertreten die Meinung, dass Magersucht beziehungsweise Bulimie keine Krankheiten sind.


Pro Ana und Pro Mia sind Bewegungen im Internet, die sich für Anorexie (Ana) beziehungsweise Bulimie (Mia) aussprechen. Hier werden auf Pro Mia und Pro Ana Seiten, in Chaträumen und in Foren die Krankheiten verherrlicht. Die Mitglieder bestärken sich in dem Vorhaben, noch weniger zu essen und noch mehr an Gewicht zu verlieren. In diesen Foren wird darauf geachtet, dass nur essgestörte Menschen aufgenommen werden, die mit dieser Krankheit leben wollen. Es ist niemand erwünscht der sich gegen Anorexie oder Bulimie ausspricht.

 

Kontakt zu Gleichgesinnten
Auf den Pro Ana Seiten werden Probleme ausgetauscht und man befindet sich nur unter Gleichgesinnten, die einen verstehen. Die überwiegend jungen Mädchen haben meist Probleme in der Schule (Mobbing, Stress) oder mit den Eltern (Leistungsdruck, Scheidung der Eltern), sodass die Mitglieder von Pro Ana/Mia zu einer Ersatzfamilie werden. Dieser Umstand wird von den Gruppen ausgenutzt. Sie stellen Regeln auf, wie ständiges Wiegen, Pflicht zur stetigen Gewichtsreduktion und häufiges Schreiben von Beiträgen. Bricht man diese Regeln, wird man aus den Gruppen ausgeschlossen, also aus seiner Ersatzfamilie. Dieser Druck auf die jungen Mädchen lässt sie immer tiefer in die Krankheiten hereinrutschen. Sie werden von diesen Seiten abhängig und kommen nur schwer wieder aus diesen gefährlichen Gruppen heraus.

ATTE - Ana til the end
Auf einigen Seiten findet man die Abkürzung ATTE (Ana til the end/Anorexia bis zu Schluss). Die Mitglieder meinen, dass man eher tot sein sollte, als möglicher Weise fett zu werden oder, dass Essen die einzige Sucht sei, die es zu besiegen gilt. Auch die Ansicht, dass man nie zu reich oder zu dünn sein kann, wird propagiert und schließlich ist das einzige Zeichen von wahrer, innerer Stärke, dünn zu sein und nicht zu essen.