Ein altes Sprichwort sagt, Platz ist selbst in der kleinsten Hütte. Dies ist treffend formuliert, denn letzten Endes ist alles eine Frage der Organisation und der Ordnung. In optimal und effizient eingerichteten Wohnräumen, in dem jedes Ding seinen Platz hat, sollte auch für die Bewohner noch genügend Freiraum zum Leben sein. Doch nicht jedem ist Ordnungsliebe anheim gegeben und es bedarf einiger Hilfestellungen und genauer Planung, kleine Räume so einzurichten, dass persönliche Dinge, Kleidung und Hausrat den richtigen Platz finden. Das Problem bei kleinen Wohnungen ist oft, dass vom Grundriss her nicht immer genügend Stauraum geschaffen wurde, sodass der neue Bewohner selbst kreativ werden muss.
Kreative Stauräume schaffen
Um jeden verfügbaren Platz nutzen, brauchen gerade kleine Räume kreative Stauraumlösungen. Der Klassiker, um Sachen unterzubringen und optisch keinen Platz zu verschwenden, ist der Einbauschrank. Als "Zimmer im Zimmer" wirkt er unscheinbar und lässt vieles in der Wand "verschwinden". Wenn kein Einbauschrank vorhanden ist, kann man mit Rigips-Platten eine zusätzliche Wand einziehen und schafft damit einen neuen Raum, der gut als Abstellkammer zu nutzen ist. Beim Auszug lässt sich dieser Zusatzraum so demontieren, ohne dass Schäden in der Wohnung zurückbleiben. Der Aufbau erfordert allerdings handwerkliches Geschick. Ein weiterer beliebter Stauraum ist der Bettkasten. Überzählige Decken und Kissen lassen sich darin problemlos unterbringen. Auch Regale bieten zusätzliche Abstellfläche. Bücherregale oder –borde über dem Bett sparen zudem Platz. Für kleinere Gegenstände, die man eigentlich in einer Kommode unterbringen würde, empfiehlt sich die Anschaffung von Ordnungsboxen, die man bequem nebeneinander aufs Wandbord stellen kann.
Unordnung beseitigen
Im Zimmer herumliegende Kleidung lässt den Raum kleiner wirken. Deshalb sollte man es sich zur Regel machen, nicht benötigte Kleidungsstücke wegzuräumen. Ein gut gegliederter Schrank leistet sehr sinnvolle Dienste. Mittlerweile gibt es Schranksysteme, die vielfältige Möglichkeiten der Innenrichtung wie Körbe und Schubladen für Strümpfe und Unterwäsche, Hosenaufhängungen und Schlipshalter bieten. Außerdem sollte man jahreszeitgemäße Kleidung gut verstauen, wenn sie nicht gebraucht wird. In Vakuumbehältern lassen sie sich mit Hilfe eines Staubsaugers auf ein Minimum zusammenpressen, was enorm Platz einspart.
Psychologische Wirkung von Räumen nutzen
Ein aufgeräumtes und gegliedertes, helles Zimmer wirkt optisch größer als ein vollgestellter und zugemüllter, dunkler Raum. Hier gilt: Ordnung ist das halbe Leben! Beim Aufräumen sollte man sich immer an eine bestimmte Systematik halten. Geschlossene Stauräume sind offenen vorzuziehen. Wenn man keinen geschlossenen Schrank hat, verdeckt auch ein heller Vorhang oder ein Rollo die Sicht auf textiles und anderes Chaos. Ein unaufgeräumtes Regal oder Kleiderschrank wirkt bedrückend und lässt den Raum eng erscheinen. Mobile Möbel, wie Betten oder Regale auf Rollen sind praktisch, wenn man den Raum schnell mal umgestalten will und verschaffen ihm optisch eine Leichtigkeit. Fahrbare Regale – Rollen fürs Regal gibt es in jedem Baumarkt – lassen sich als mobiler Raumteiler einsetzen. In Einraumwohnungen ist dies eine ideale Lösung zur Trennung von Wohn- und Schlafraum. Noch ein optischer Trick für kleine Räume: Geschickt platzierte Spiegel über dem Sofa oder der Kommode geben dem Raum eine zusätzliche Tiefe.