Problematik: Negatives Vater-Tochter-Verhältnis Teil 2

Hier lesen Sie die Fortsetzung von Teil eins und wie Sie an sich feststellen können, dass Sie ein Problem haben.


Auch der Beruf spielt eine sehr große Rolle im Leben einer Amazone. Meist dort sehr erfolgreich, bietet er ihr die Möglichkeit, sich vollkommen darin zu verlieren und die verwurzelten Probleme und „Störungen“ zu vergessen und mit Erfolgserlebnissen aufzuwiegen. Nur auf Dauer wird sie das nicht glücklich machen. Sie zahlt einen hohen Preis für ihre Stärke, denn oftmals ist sie noch gar nicht dahinter gekommen, wie sie gleichzeitig so stark und doch so schwach sein kann. Ihr nicht vorhandener oder negativ beeinflussender Vater ist immer im Hintergrund und sie hat die mentale Bindung zu ihm noch nicht überwunden. Er übt also auch aus dem Unterbewusstsein immernoch Macht auf sie aus.

Typ zwei: Das Püppchen
Der zweite Typ findet sich in der sogenannten Puella, dem Püppchen, wieder. Sie ist vom äußeren Erscheinen her das komplette Gegenteil der Amazone, muss sich aber innerlich mit den gleichen Konflikten auseinandersetzen.Die Puella gibt sich wie ein kleines Mädchen und verhält sich so, wie es Männerherzen auf kurze Zeit berührt. Sie will nicht erwachsen werden und gibt verantwortungsvolle Aufgaben immer an den Partner ab. Im Grunde weiß sie vielleicht, dass sie es auch anders kann, verweilt aber gerne in der Rolle, die bei Männern den Beschützerinstinkt hervorruft. Der Preis, den sie zahlt liegt darin, dass sie ganz im Gegensatz zur Amazone, ihre Selbstständigkeit aufgibt und ein abhängiges Leben in Kauf nimmt. Sie bezieht ihre Identität aus den Projektionen anderer und fühlt sich nur dann gut, wenn andere um sie herum sind und ihr das Gefühl geben, dass auf ihr Wohl geachtet wird. Der väterliche Blick, der in der Kindheit fehlte, soll so ersetzt werden.

Anzeichen einer Vater-Störung
Markant bei beiden Typen ist, dass sie ihr Problem an sich gar nicht erkennen, sondern es ungehindert im Unterbewusstsein „wüten“ kann. Heftige emotionale Reaktionen oder eine einseitige Bewertung der Vaterperson sind dann typisch. Wenn die Frau dazu neigt, den Vater in ein zu idealistisches Licht zu stellen, sich verweigert über ihn in schlechtem Ton zu sprechen, obwohl sie allerlei Grund dazu hätte und ihn nicht verleumden will. Dann werden wütende Gedanken auf ihn nicht zugelassen, welche aber trotzdem da sind und sich in ihrem Inneren aufstauen. Aber auch, wenn sie sehr wütend mit ihm ist oder einen betont entspannte Einstellung an den Tag legt a la „Mein Vater, der ist mir egal“ sind immernoch versteckte Spannungen im Busch und Sachen, die aufgearbeitet werden müssen.

Nehmen Sie das Problem in die Hand
Jedem, der einen versteckten Komplex hat oder eine schwierige Kindheit mit Dingen wie sexuellem Missbrauch oder Missbrauch in jeglicher Sicht seitens des Vaters, der sollte und muss einen Therapeuten aufsuchen, um in Zukunft besser leben zu können. Experten raten dazu, sich mit dem Thema bewusst auseinanderzusetzen und sich professionelle Hilfe dazu zu holen.