Promethazin: Anwendung und Nebenwirkungen

Promethazin ist ein Psychopharmakum, das vielseitig verwendet werden kann, in erster Linie jedoch bei Unruhe und Erregungszuständen zum Einsatz kommt.


Der Wirkstoff Promethazin wird zur Behandlung von Allergien eingesetzt, da es ein H1-Antihistaminikum mit einer starken beruhigenden Wirkung ist. Es findet aber auch bei Schlafstörungen Verwendung. Das Medikament ist in der Lage die Reaktion des körpereigenen Botenstoffes Dopamin zu behindern. Deshalb wird es den schwach wirksamen Neuroleptika zugewiesen.

Die Anwendungsgebiete von Promethazin
Promethazin kommt bei Psychosen zur Anwendung vor allem zur Behandlung von Spannungs-, Erregungs- und Angstzuständen im Rahmen einer psychiatrischen Grunderkrankung. Aufgrund seiner beruhigenden Wirkung wird es häufig in Vorbereitung einer Narkose dem Patienten verabreicht, um ihm so die Angst vor der Operation zu nehmen. Zudem wird es verwendet bei Schwindel, Erbrechen und Reisekrankheiten. Promethazin wird aber auch bei Hautausschlägen und Heuschnupfen, bei Juckreiz und bei Asthma bronchiale eingesetzt.

Die Nebenwirkungen des Medikamentes Promethazin
Genannt sind lediglich die bekanntesten und wichtigsten Nebenwirkungen. Da jeder Mensch ganz unterschiedlich auf Medikamente reagiert, können diese Nebenwirkungen auftreten, sie müssen aber nicht. Es kommt vor, dass ein Patient mitunter allergisch auf ein Arzneimittel reagiert. In diesem Fall sollte umgehend ein Arzt oder Apotheker aufgesucht beziehungsweise informiert werden.
Zu den sehr häufig auftretenden Nebenwirkungen gehören Müdigkeit, Schläfrigkeit und Schlafstörungen, Schwächeerscheinungen, Schwindel, Unruhe und Benommenheit. Des Weiteren können unwillkürliche Kopf- und Gesichtsbewegungen, Bewegungsstörungen wie Blickkrämpfe und ein ruckartiges Herausstrecken der Zunge auftreten. Aber auch Muskelsteifheit, Zittern, das Parkinson-Syndrome wie Bewegungsarmut, Frühdyskinesien (nicht beeinflussbare Muskelbewegungen kurz nach Therapiebeginn) vor allem im Kopf-Hals-Schulter-Bereich können auftreten und andere unbewusste Bewegungen wie Akathisien.
Neben den sehr oft auftretenden Nebenwirkungen kann es auch zu weniger häufigen Nebenwirkungen kommen, zu denen niedriger Blutdruck beziehungsweise verstärkter Blutdruckabfall vor allem im Stehen vorkommen kann, Herzrhythmusstörungen, eine erhöhte Herzschlagfolge sowie Erregungsleitungsstörungen am Herzen. Des Weiteren können Zyklusstörungen bis zu dem Verlust der Regelblutung bei der Frau und zu Potenzstörungen beim Mann auftreten und gelegentlich kann es zu einer Verminderung des Sexualtriebes (Libido) kommen. Erwähnenswert sind ebenfalls die Müdigkeit, die Mundtrockenheit, Asthma, Schleimeindickungen, eine Prolaktin-Spiegelerhöhungen sowie ein Brustspannen. In seltenen Fällen kann es bei Einnahme von Promethazin auch außerhalb der Stillzeit zu milchigen Absonderungen aus der weiblichen Brustdrüse kommen.