Promotion zum Dr. Med. - Voraussetzungen und Anforderungen

Im Fachbereich Medizin ist die Promotionsrate sehr hoch, was am erforderlichen Aufwand und Niveau der Promotion liegt


Jährlich werden in Deutschland ungefähr 25.000 Doktorgrade verliehen, wobei als akademischer Doktorgrad, die „Fahigkeit zum selbstständigen wissenschaftlichen arbeiten" bescheinigt wird.
In der Bevölkerung tragen ungefähr 1,3 % den akademischen Titel Doktor. Dieser ist Voraussetzung für eine spätere Habilitation. Die Anzahl der einzelnen Absolventen in den unterschiedlichen Studienfächern, variiert hierbei sehr. Die Promotionsrate liegt in der Medizin bei ungefähr 70%, also sehr hoch. Dies liegt an der Tatsache, dass die Promotion zum Dr. Med. eine Sonderrolle einnimmt. Zum einen kann die Dissertation schon während dem Studium begonnen werden und zum anderen kann man diese Dissertation eher mit einer Diplomarbeit in anderen Fächern vergleichen, da sie in Umfang und Anforderung eher gering zu bewerten ist.

 

 

Voraussetzungen

  • In Deutschland kann die Promotion zum Dr. Med. an einer medizinischen Hochschule gemacht werden. Zur Zulassung reicht bereits das erste Staatsexamen aus, was jedoch mit einer Gesamtnote „gut" abgeschlossen werden sollte.

 

  • Zum Anfertigen einer Doktorarbeit wird der Doktorand von einem habilitierten Wissenschaftler, dem so genannten Doktorvater, betreut. Mit seiner Hilfe muß eine schriftliche Arbeit (Dissertation oder Doktorarbeit) erstellt werden, die auf neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen beruht.

 

  • Die Dissertation oder Doktorarbeit dauert in der Regel zwischen einem halben und zwei Jahren, wobei das Thema und der Umfang der Dissertation vom jeweiligen Doktorvater, vorgegeben wird.

 

Anforderungen

  • Da in Deutschland einheitliche Vorgaben fehlen, sind die Anforderungen, je nach Betreuer beziehungsweise Thema der Dissertation sehr unterschiedlich. Die schriftlich angefertigte Arbeit muss jedoch veröffentlicht werden, da in Deutschland eine Publikationspflicht besteht. Die mündliche Leistung wird von ausgewählten Vertretern der Uni abgenommen.

 

  • Die Promotion zum Dr. Med. wird in der Regel in drei Abschnitte eingeteilt: Disputation, Verteidigung und Rigorosum.

 

  • Im ersten Teil werden die, vom Doktoranden schriftlich eingereichten Thesen diskutiert und im zweiten Teil müssen diese Thesen verteidigt werden, wohingegen im abschließenden Teil weitere Themenbereiche geprüft werden. Die einzelnen Abläufe zur Promotion zum Dr. Med. sind in der Promotionsordnung genau geregelt.

 

  • Nachdem der Doktorand die einzelnen Abschnitte erfolgreich absolviert hat, erhält er sein Zeugnis und die Erlaubnis, den erworbenen Titel „Dr.Med" zu tragen.