Psychische Krankheiten und Störungen - Wenn die Psyche verrückt spielt

In die Öffentlichkeit geraten immer mehr psychische Krankheiten wie Burnout, Depressionen, Bulimie oder Zwangsstörungen...


Inzwischen wird davon ausgegangen, dass in Deutschland bereits etwa fünf Millionen Menschen wegen psychischen Störungen und Krankheiten in Behandlung sind. Längst beschränken sich die psychischen Erkrankungen nicht allein auf die Erwachsenen, sondern auch immer mehr Kinder und Jugendliche neigen zu psychischen Problemen. Familiäre und schulische Belastungen in Verbindung mit den in der Gesellschaft vorherrschenden Leistungsdruck und Schönheitsidealen führen auch bei Kindern dazu, dass sie sich neu finden müssen.

Psychische Krankheiten – Wenn die Seele verrückt spielt
Genauso wie der Mensch körperlichen Krankheiten unterworfen ist, kann er auch psychische Krankheiten bekommen. Unter psychischer Krankheit oder psychischer Störung versteht man eine Abweichung vom Verhalten, Denken und Fühlen eines Menschen, wodurch seine beruflichen und sozialen Fähigkeiten zutiefst beeinträchtigt sind.
Im Gegensatz zur klassischen Krankheit stellen psychische Beschwerden eine komplexe Erkrankung dar, deren Ursachen in einer stark anhaltenden Belastung oder auf biologische Faktoren wie Gene oder Hirnerkrankungen zurückzuführen sind. Oft können sich auch solche Störungen über Jahre entwickelt haben und sich nur in bestimmten Lebenssituationen äußern.

Typische „Volkskrankheiten“
Eine Vielzahl von psychischen Erkrankungen beziehungsweise psychische Störungen gelten inzwischen als Volkskrankheit. Vor allem in Deutschland sind Depressionen heute ein Problem geworden, das alle Zielgruppen betrifft. Für junge Menschen ist das Thema Körper und Essen besonders problematisch. Junge Frauen, aber auch zunehmend Jungen, leiden häufig an Krankheiten wie Magersucht oder Ess-Brecht-Sucht (Bulimie).
Bei erwachsenen Männern sind vor allem die Suchtkrankheiten weiter im Kommen. Betroffen sind davon längst nicht mehr Randgruppen, die keinen sozialen Halt haben oder Anerkennung erfahren. Ebenso berufstätige Männer versuchen sich durch ihren Drogenkonsum an die Alltagsproblemen zu gewöhnen.

Angststörungen und Phobien
Auch bei psychischen Krankheiten, die im Zusammenhang mit der Angst stehen, ist eine Zunahme zu verzeichnen. Angststörungen können mit Panikattacken einhergehen oder auch zu schweren Gefühlen der Niedergeschlagenheit führen. Viele Menschen leiden auch unter bestimmten Neurosen und Phobien, die dazu führen, dass sie soziale Situationen meiden, in denen sie Angst oder Unwohlsein verspüren.