Psychotherapie und Psychoanalyse: Psychische Probleme behandeln lassen

Psychische Probleme hat fast jeder Mensch, ob mehr oder weniger. Die Psychotherapie oder die Psychoanalyse können dem betroffenen Menschen dann helfen.


Zunehmender Stress im Alltag, Beziehungsschwierigkeiten oder Sorgen mit den Kindern – im privaten als auch im gesellschaftlichen Leben sind wir umgeben von schlechten Nachrichten und Problemen. Manchmal würden wir am liebsten einfach den Kopf in den Sand stecken.

Psychotherapie - Was ist das?
In der Tat wird es immer schwieriger, die leeren Batterien aufzuladen und neue Zuversicht zu gewinnen. Um wirklich weiter zu kommen und so zu sein wie wir gern sein möchten, reicht es meist nicht mehr aus, auf klassische Ratgeber oder auf die Hilfe im Familie- oder Freundeskreis zurückzugreifen. Oft benötigen wir professionelle Hilfe in Form einer Psychotherapie. Diese soll uns Wissen und klare Anleitungen vermitteln, wie psychische Prozesse ablaufen und wie wir sie beeinflussen können. Erst hierdurch können wir hilfreiche Strategien entwickeln, um eigene psychische Probleme zu bewältigen oder Vorhaben umzusetzen.

Klassische Verfahren der Problembewältigung
Die Behandlung von seelischen Problemen erfolgt in der Regel in Form von Gesprächen. Die ältesten und wahrscheinlich auch bekanntesten Verfahren in der Psychotherapie sind die Psychoanalyse und die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie.
Beide Verfahren gehen davon aus, dass seelische Probleme ein Folge unbewusster Konflikte aus der Kindheit sind. Die psychoanalytische Therapie arbeitet dabei mit Assoziationen, Träumen und der Deutung Ihrer Reaktionen gegenüber dem Therapeuten und zielt auf eine Veränderung der gesamten Persönlichkeit ab. Die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie konzentriert sich hingen auf die Bearbeitung von Konflikten wie zum Beispiel bei Depressionen oder Neurosen.

Verhaltenstherapien
Eines anderes Verfahren, das sich in der Psychotherapie bewährt gemacht hat, ist die Verhaltenstherapie. Im Gegensatz zu den klassischen Verfahren setzt die Verhaltenstherapie nicht in der Vergangenheit, sondern im Hier und Jetzt an. Sie geht davon aus, dass einmal gelerntes Verhalten umgelernt werden kann. So können neue Einstellungen und Verhaltensweisen erlernt werden, um psychische Probleme zum Beispiel Ängste, Zwänge oder Suchterkrankungen wie Essstörungen zu überwinden oder das Selbstvertrauen zu stärken.

Ergänzende Behandlungsverfahren
In der Regel stützt sich die Therapie psychischer Krankheiten auf verschiedene Ansätze, die heutzutage je nach Erkrankung und nach den Bedürfnissen des einzelnen Patienten abgestimmt werden. Ergänzend zur Psychotherapie können beispielsweise Vorstellungsübungen (mentales Training) und Entspannungsübungen wie autogenes Training oder die progressive Muskelentspannung zum Einsatz kommen.
Ebenso hat sich die Kombination von Homöotherapie und naturheilkundlichen Ergänzungen oder der medikamentöse Einsatz durch sogenannte Psychopharmaka in der Behandlung bewährt.