Pyrotechniker werden - Wie geht das?

Feuerwerke üben eine große Faszination aus. Hinter der Pracht stecken allerdings erfahrene Profis. Welche Möglichkeiten es gibt, Pyrotechniker zu werden, und welche Unterschiede im fachlichen und qualitativen Bereich dabei bestehen.


Wenn Sie sich dazu entschlossen haben, eine Karriere als Pyrotechniker in Angriff zu nehmen, sollten Sie sich vorab darüber klar werden, dass es verschiedene Ausbildungsformen gibt, allerdings nur eine, die Sie fachlich dazu ermächtigt, eigenständig mit Sprengstoffen und Pyrotechnik zu arbeiten. Diese verschiedenen Ausbildungsformen werden in den weiteren Abschnitten genau unter die Lupe genommen, um Ihnen die Vorteile der einzelnen Kurse darzustellen.

Die IHK- Sachkundeprüfung

  • Es wird ein fünftägiger Lehrgang angeboten, um Pyrotechniker werden zu können. Hier wird im Anschluss eine Prüfung vor der IHK abgelegt, die Ihnen die nötige Sachkunde bescheinigt. Dies liefert Ihnen jedoch nicht die Befähigung, mit Sprengstoffen arbeiten zu dürfen, sondern gibt Ihnen lediglich die Berechtigung, unter fachkundiger Aufsicht eines Feuerwerkers gewisse Hilfstätigkeiten ausführen zu dürfen.
  • Oftmals unterliegt man dem Irrtum, dass man nach dieser fünftägigen Ausbildung bereits Pyrotechniker ist, aber die wahren Pyrotechniker sind die sogenannten Feuerwerker, und eine solche Ausbildung erfordert wesentlich mehr. Wenn Sie also ein echter Pyrotechniker werden möchten, geht dies nur über die Ausbildung zum Feuerwerker.

Bundeswehrausbildung zum Feuerwerker

  • Die beste Ausbildung, um Pyrotechniker werden zu können, führt über die Feuerwerkerausbildung der Bundeswehr. Diese ist in mehrere Teile untergliedert. Im ersten Teil werden die Grundlagen vermittelt und man erhält anschließend den Titel Munitionsmechaniker.
  • Nachdem man erste praktische Erfahrung gesammelt hat, wird man zum Ersten Munitionsmechaniker ausgebildet. Diese Ausbildung dauert etwa 6 Monate und befähigt den Lehrgangsteilnehmer, eigenständig mit Munition und Explosivstoffen zu arbeiten und auch Anweisungen in diesem Bereich zu erteilen.
  • Das Meisterstück legt man schließlich mit dem Feuerwerker-Lehrgang ab. Dieser dauert 9 Monate und befähigt dazu, eigenständig mit Sprengstoffen zu arbeiten und selbstständig Sprengungen durchführen zu können.
  • Aber nicht nur das Durchführen von Sprengungen gehört zu den Aufgaben, welche ein Feuerwerker durchführt, sondern auch die Instandhaltung jeglicher Art von Munition und auch der Zusammenbau von Lenkflugkörpern. Aufgrund dieser umfangreichen Ausbildung werden Feuerwerker nach Ihrem aktiven Dienst in der Bundeswehr gerne von großen Unternehmen eingestellt und für pyrotechnische Arbeiten eingesetzt.
  • Erst wenn man eine solche Befähigung hat, darf man sich mit Recht Pyrotechniker nennen. Gerade der Umgang mit Sprengstoffen und Munition erfordert handwerkliches Geschick und ein gewisses Fachwissen im Bereich der Sicherheitsbestimmungen. Pyrotechniker zu werden, erfordert ein hohes Maß an Ausdauer, sehr viel technisches Verständnis sowie einen gesunden Menschenverstand, der Sie befähigt, auch in Stresssituationen die richtigen Anweisungen zu geben.