Quittenmarmelade nach Großmutters Art

Quittenmarmelade wird schon seit Jahren hergestellt, denn die Quitte ist als sehr alte Frucht bekannt und wird neben dem Verzehr auch als medizinisches Mittel eingesetzt.


Quittenmarmelade wird auch die Mutter der Marmelade genannt, denn Quitten sind Früchte, die schon sehr lange von den Menschen verzehrt werden. Ein Quittenbaum ziert jeden Garten zu jeder Jahreszeit. Im Frühjahr sind die großen weißen und rosafarbenen Blüten der Quitte kaum zu übersehen. Im Herbst schimmern die Früchte golden.
Quitten als Heilmittel

  • Schon vor etwa 2000 Jahren wurden die Quitten neben der Verwendung als Quittenmarmelade auch als Heilmittel in der Medizin angewendet. Quittensaft wurde bei Vergiftungen verabreicht, denn die Quitte wirkt reizlindernd, entzündungshemmend, harntreibend, kühlend und schleimlösend.
  • Aus den Samen der Quitte wird Quittenschleim zubereitet, der für Umschläge bei Verbrennungen und entzündeter Haut verwendet werden kann. Quitten beinhalten Kalzium, Kalium, Phosphor, Eisen und Magnesium. Am höchsten ist jedoch ihr Vitamin C- und Folsäurengehalt.

Einkauf der Quitten bis hin zur Quittenmarmelade

  • Beim Kauf der Quitten sollte darauf geachtet werden, dass die Früchte reif sind, sie duften dann intensiv nach Zitrone und Apfel. Die Früchte sollen auch keine Risse oder Flecken aufweisen, denn dann verderben sie sehr schnell.
  • Quittenmarmelade ist ein Klassiker unter den selbstgemachten Marmeladen und ist bedeutend schneller hergestellt als Quittengelee. Die Zutaten für Quittenmarmelade sind 1500 Gramm reife Quitten, 500 Gramm Gelierzucker 2:1, je nach Geschmack etwas Zimt, Nelke, Piment und Portwein.
  • Als Erstes werden die Quitten gründlich gewaschen und anschließend ungeschält in Stücke geschnitten. Hier empfiehlt es sich, unbedingt ein scharfes Messer zu benutzen, denn Quitten sind sehr zähe Früchte. In einem Topf werden die Quittenstücke zusammen mit den Kerngehäusen und etwas Wasser ungefähr 30 Minuten weich gekocht.
  • Das Wasser wird anschließend abgegossen und kann auch zur Herstellung von Gelee genutzt werden. Die Früchte werden nun durch ein Sieb gepresst, so dass feines Fruchtmark entsteht. Inzwischen können die Gläser für die Marmelade vorbereitet werden, indem man sie mit heißem Wasser ausspült.
  • Das Fruchtmark wird nun gewogen und die benötigte Menge Gelierzucker untergerührt. Nun muss die Quittenmarmelade ungefähr zehn Minuten kochen. Während des Kochens kann nun der Portwein untergerührt werden, der Wein muss allerdings restlos verkochen, damit die Marmelade nicht nach Alkohol schmeckt.
  • Nun kann auch Piment, Zimt und Nelke ganz nach Belieben untergerührt werden. Anschließend wird die Quittenmarmelade noch heiß in die Gläser gefüllt und sofort luftdicht verschlossen.