Quittungsblock ausfüllen - worauf achten?

Will man einen Quittungsblock ausfüllen, sollte man genau auf die Details achten.


Einen Quittungsblock ausfüllen, ist das noch zeitgemäß? Zwar werden heute die meisten Rechnungen per Überweisung beglichen, dennoch kommt es gerade im handwerklichen Bereich durchaus noch vor, dass Beträge bar bezahlt werden. Auch wenn Barquittungen keine steuerliche Anerkennung mehr finden, sind sie doch wichtig, um im Streitfalle vor Gericht als Beleg sowohl für die erbrachte Leistung einerseits als auch für den gezahlten Betrag andererseits zu dienen. Wer allerdings seinen Quittungsblock ausfüllen will, sollte genau auf die notwendigen Angaben achten, damit es später nicht zu Ungereimtheiten in der gerichtlichen Beweislast führt.

Den Quittungsblock ausfüllen – Welche Zahlenangaben müssen drinstehen?
Wer nicht unter die Kleinunternehmerregelung nach §19 UStG fällt, weil er mehr als 17.500 Euro Jahresumsatz vorzuweisen hat, muss alle Beträge in Nettobetrag plus Mehrwertsteuer ausweisen. Der Quittungsblock ist bereits dafür vorbereitet, dass eine eigene Mehrwertsteuerspalte vorhanden ist. Hier ist es wichtig, dass zuerst der Nettobetrag genau angegeben wird und anschließend hiervon die Mehrwertsteuer hinzugerechnet wird. Die Summe der beiden Posten ergibt dann den Gesamtbruttobetrag. Anschließend ist es wichtig, dass der Eindeutigkeit halber, der Betrag nochmals in Worten aufgeführt wird. Damit verhindert man, dass im Zweifelsfalle Zahlenbeträge nicht anerkannt werden.

Sonstige Angaben im Quittungsblock
Darunter findet sich eine Zeile auf dem Quittungsblock, die denjenigen auflistet, der den Betrag bezahlt hat. Je genauer hier die Angaben gemacht werden, desto besser der spätere Nachweis. Das geht nur, wenn hier der Geldgeber mit vollem Namen und seiner Anschrift aufgelistet wird. Nun folgt die Zeile, für den sogenannten Schuldgrund: Hier ist anzugeben, wofür der Betrag gezahlt wird. An dieser Stelle trägt der Quittungsaussteller seine erbrachte Leistung so detailliert wie möglich ein. Den Abschluss machen Ort, Datum und Unterschrift des Zahlungsempfängers, wenn zur Hand mit Firmenstempel. Wer einen steuerlich absetzbaren Beleg benötigt, sollte den Empfänger des Geldes keinen Quittungsblock ausfüllen lassen, sondern auf einer ausführlichen Rechnung bestehen, deren Betrag vom Konto überwiesen wird. Damit hat er dann gleichzeitig einen hieb- und stichfesten Beweis für das Finanzamt, welcher Betrag geflossen ist. Braucht man den Beleg aber weniger für das Finanzamt, sondern vielmehr als rechtssicheren Beleg darüber, dass ein Betrag bar bezahlt wurde, genügt eine Quittung, sofern sie ordnungsgemäß und vollständig ausgefüllt wurde. Dann sind sowohl Anbieter als auch der zahlende Kunde auf der sicheren Seite.