Räuchertonnen selber bauen: Eine Anleitung

Räuchertonnen selber bauen: Das Selberbauen von Räuchertonnen setzt einige Erfahrung im Heinwerken und mit entsprechenden Geräten voraus.


Räuchern ist neben dem Einsalzen – dem Pökeln – eine der ältesten Methoden zur Konservierung von Nahrungsmitteln überhaupt. Heute räuchern auch unter städtischen Verhältnissen vor allem Angler gern ihre Fänge, um nicht gezwungen zu sein, diese sofort verwerten zu müssen. Zum Räuchern kleinerer Mengen eignen sich Räuchertonnen vorzüglich. Für die gibt ein großes Angebot bei Spezialanbietern. En Blick in das Internet genügt. Wer die Ausgaben scheut, kann mit einigem Geschick Räuchertonnen selber bauen.

 

 

Anleitung

  • Für das Räuchertonnen selber bauen wird eine Mülltonne aus Metall mit Deckel benötigt. Die ist allerdings heute schwierig zu finden, weil Abfallbehältnisse heute schon des Gewichts halber meist aus Plastik sind. Die Tonne darf weder beschichtet noch lackiert sein.

 

  • Problematisch ist es, wenn eine solche Mülltonne schon verwendet worden ist. Sie zu säubern bedarf eines erheblichen Aufwandes.

 

Räuchertonnen selber bauen bedarf einigen Geschicks

  • Wer aus einer solchen Mülltonne Räuchertonnen selber bauen will, muss eine Metallsäge haben. Etwa zehn Zentimeter über dem Boden muss ein Loch in der Größe von 40 mal 25 Zentimeter eingeschnitten werden.

 

  • Ein etwa fünf Zentimeter größeres Blech muss mit Scharnieren über diesen Ausschnitt überlappend befestigt werden.

 

  • Ein Verschluss muss das Blech fest an die Tonne pressen und in die Tonne muss mittig der Klappe mit Eisenwinkeln ein Blech für die Räucherspäne gesetzt werden.

 

Ein Grillrost dient zur Aufnahme des Räuchergutes

  • Etwa zwanzig Zentimeter unterhalb des Deckels werden weitere Eisenwinkel angebracht. Auf die wird im Betrieb ein Grillrost mit dem Räuchergut gesetzt.

 

  • Würste oder Fische werden an Stangen gehängt, die ebenfalls in der Tonne befestigt werden. Wie man sieht, bedarf es zum Räuchertonnen selber bauen erheblicher Heimwerker-Erfahrung. Wer sich daran wagt, muss nicht nur mit Eisensägen, sondern auch mit Bohrern und Stanzgeräten umgehen können.

 

  • In dieser Räuchertonne kann man mit einer Spiritusflamme und Holzspäne bei Temperaturen von 15 bis 25 Grad „kalt“ räuchern. Wird mit Holz befeuert, lassen sich Temperaturen bis zu fünfzig Grad erreichen. Das bezeichnet man mit „Warmräuchern“.

 

  • Diese Temperaturen reichen für Fische oder etwa Frankfurter Würstchen allemal. Schinken kann man so nicht räuchern. Das dafür erforderliche Verfahren nennt sich „Heißräuchern“ und erfordert Temperaturen bis zu 85 Grad. Die werden nur in der Räucherkammer erzielt.