Räucherwerk: Gute Gerüche für Seele und Herz

Wer es sich zuhause so richtig gemütlich machen möchte, kann zu Räucherwerk greifen. Dieses schafft einen angenehmen Geruch und reinigt den Geist.


Räuchern entspannt, hilft dabei, zu sich selbst zu finden, heilt, unterstützt Gebete, verstärkt Träume und kann sogar Visionen hervorrufen. Dazu sorgen die verbrennenden Pflanzen- und Holzteile im Räucherwerk für einen angenehmen, ursprünglichen Geruch, der sofort in den Kopf steigt und direkt das Herz trifft.

Religiöser Ursprung des Räucherns

  • Räuchern war schon immer integraler Bestandteil zahlreicher Kulturen und Religionen. Bereits im Altertum wurden Räucherungen entweder als duftende Opfergabe an die Götter oder als spirituelles Reinigungszeremoniell durchgeführt.
  • Ihren Ursprung haben Räucherstäbchen aber in Asien. Hier wird Räucherwerk in buddhistischen oder hinduistischen Tempeln abgebrannt, bei Meditationen verwendet oder als Element religiöser Zeremonien eingesetzt. Dem Rauch wird dabei eine reinigende Wirkung zugesprochen. Teilweise glaubt man auch, dass damit böse Geister vertrieben werden. 

Räucherwerk für verschiedene Anwendungen

  • Vor etwa 30 Jahren war Räucherwerk schon einmal sehr beliebt. In der breiten Masse konnte sich diese Form der Beduftung aber nicht durchsetzen. Mit der New-Age-Bewegung kam auch das Räuchern zurück nach Deutschland. 
  • Aber längst sind Räucherstäbchen nicht mehr nur etwas für Hippies und Hexen. Viele haben erkannt, dass man damit eine äußerst stimmungsvolle Atmosphäre zaubern oder unangenehme Gerüche aus der Wohnung vertreiben kann.
  • Es gibt viele verschiedene Arten zu räuchern. Mag man es bequem, greift man zum Räucherstäbchen oder zum Räucherkegel. Anspruchsvollere geben sich damit natürlich nicht zufrieden und räuchern mithilfe von speziell angemischten Räuchermischungen und Räucherschalen. 

Die Arten der Räucherstäbchen

  • In Esoterikshops und auf Weihnachtsmärkten sind unterschiedliche Varianten der praktischen Räucherstäbchen erhältlich. Die Qualitätsunterschiede sind dabei teils erheblich.
  • Indische Räucherstäbchen beispielsweise werden aus einer Paste aus Wasser, Ölen, Räucherwerk und Holzpulver hergestellt, die auf einen dünnen Holzstab aufgetragen wird. In der traditionellen ayurvedischen Medizin kommen sie zum Einsatz, wenn die drei Doshas wieder ausbalanciert werden müssen. 
  • Japanische Räucherstäbchen kommen hingegen ohne Trägerhölzchen aus. Auch hier wird eine Paste hergestellt, die jedoch getrocknet wird. Ähnlich verfährt man in Tibet: Für die Räucherstäbchen werden hier verschiedene Kräuter von Hand gerollt und anschließend getrocknet. 

Räucherwerk bietet kaum Risiken

  • Immer wieder warnen Ärzte vor dem Gebrauch von Räucherwerk. Richtig ist, dass die Duftstoffe, zum Beispiel von Räucherstäbchen, in die Raumluft übergehen. Durch die entstehende Hitze verdampfen die enthaltenen Kräuter und Hölzer. Die so entstehenden flüchtigen organischen Verbindungen belasten die Raumluft und reizen die Atemwege. Zudem entsteht Feinstaub. 
  • Oft wurde die mögliche Verbindung zwischen der Verwendung von Räucherwerk und der Entstehung von Lungenkrebs untersucht. In einer kürzlich veröffentlichten Studie zeigte sich, dass durchaus ein Zusammenhang besteht. Bei der Studie wurden 61.000 Singapur-Chinesen befragt und untersucht. Obwohl Probanden, die sehr häufig mit Räucherwerk in Kontakt kamen, ein deutlich erhöhtes Risiko hatten, an Krebs der oberen Atemwege zu erkranken. 
  • Bei einer selteneren Anwendung  von Räucherwerk besteht allerdings keinerlei Gefahr. Wer gelegentlich das ein oder andere Räucherstäbchen abbrennt, erhöht sein Risiko nicht. Lediglich ein intensiver Gebrauch könnte gesundheitsschädliche Folgen haben.