Rastazöpfe - alltagstaugliche Trendfrisur

Als Rastalocken wird eine Frisur bezeichnet, bei der das gesamte Kopfhaar zu kleinen Zöpfen geflochten wird


Als Rastazöpfe wird eine Frisur bezeichnet, bei der das gesamte Kopfhaar zu kleinen Zöpfen geflochten wird. Andere gängige Bezeichnungen für Rastazöpfe sind (Individual) Braids, Rastalocken, Astrozöpfe oder auch kurz Rastas. Nicht zu verwechseln aber sind die Begriffe Rastalocken und Dreadlocks. Während Letztere verfilzte Haarpartien darstellen, ist bei den Rastazöpfen ein gepflegtes, deutlich separiertes Haar wichtig für das Erscheinungsbild. Ein weiterer wichtiger Unterschied zu Dreadlocks: Rastazöpfe stellen nur eine temporäre Frisur dar. Sie werden also nach einer gewissen Zeit wieder entfernt und fügen den Haaren keine dauerhaften Schäden zu. Die Tragezeit von Rastazöpfen beträgt in der Regel einige Monate.

Kulturelle Hintergründe
Trotz ihres Namens waren Rastazöpfe zu keiner Zeit expliziter Ausdruck der Zugehörigkeit zur Rastafarian-Religion- hier liegt ein weiterer Unterschied zu Dreadlocks. Rastazöpfe zählen zu den dekorativen Frisuren. Dies schließt natürlich nicht aus, dass Träger von Rastalocken oft dem afroamerikanischen oder afrikanischen Kulturkreis entstammen, wo die Frisur auch ihren Ursprung hat.

Rastafrisuren auf dem Vormarsch
Mit dem wachsenden Selbstbewusstsein des afrikanischen und afroamerikanischen beziehungsweise karibischen Volkes und im Zuge der Globalisierung haben sich ursprünglich afroamerikanische Frisuren auch weltweit verbreitet. Berühmte Vorbilder haben dazu geführt, dass Rastazöpfe heute auch in westeuropäischem Haar gern geflochten werden: Bo Derek, eine amerikanische Schauspielerin der Achtziger Jahre, trug zur Hochzeit ihrer Karriere gern Cornrows, eine spezielle am Kopf geflochtene Form der Rastas. Janet Jackson war im Film "Poetic Justice" mit Casama Braids zu sehen. Auch heute noch findet man eine ganze Reihe Prominenter, die sich gern mit Rastazöpfen schmücken. Oft entstammen diese der R´n`B- und Hip-Hop-Szene. Sean Paul Combs, auch bekannt als Puff Diddy; Fergie von den Black Eyed Peas oder auch Alicia Keys: Sie alle wurden schon mit der Trendfrisur gesichtet.

Wem stehen Rastalocken?
Sich für eine Rastafrisur zu entscheiden, ist heute gar nicht mehr so besonders exotisch. Auch westeuropäischen Frauen stehen Rastazöpfe oft ausgezeichnet. Krauses Haar ist natürlich nach wie vor die Idealvoraussetzung für diese Frisur. Bei anderen Haartypen sind maßgeblich Dicke und Menge der vorhandenen Haare bestimmend. In allzu feinem Haar werden die Rastazöpfe nämlich weniger fest und haltbar. Darüber hinaus gilt: Professionell geflochtene Rastazöpfe können eine sehr gepflegte und gleichzeitig individuelle Frisur darstellen. Um sicher zu gehen, lohnt es sich, mit Fotos und Beispielen auszutesten, ob dieser Look dem eigenen Gesicht schmeichelt.